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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 21:31 Uhr

Zoo Rostock : Eisbären-Baby macht erste Schritte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vater Lars muss Platz für seinen Nachwuchs schaffen und Rostock verlassen. Kosten für Polarium belaufen sich auf 9,7 Millionen Euro.

von
erstellt am 29.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Vorsichtig und mit unsicheren Schritten klettert das kleine Eisbären-Baby auf die Pfoten der Mutter. Krallt sich fest. Plumpst hinunter und landet auf dem weißen Hintern. Nun guckt es erschrocken zu seiner Mutter Vilma und fängt an, laut zu quaken. Die Videosequenz ist zu Ende. „Solche Szenen sehen wir jetzt immer öfter bei der Sichtung des Materials. Die Knopfaugen werden immer größer und er büxt seiner Mama auch ab und an mal in der Wurfhöhle aus und sie muss ihn wieder einfangen. Diese Bilder sind einfach großartig. Und es ist irre, wie viel doch in so kurzer Zeit passieren kann“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann.

Es sei wie in der Natur. Aus diesem Grund hat Eisbären- Vater Lars auch keinen Kontakt zu dem noch namenlosen Baby. „Wenn die beiden aufeinandertreffen würden, könnte Lars versuchen, das Kleine zu fressen, weil es genau seinem Beuteschema entspricht“, erklärt Zoo-Direktor Udo Nagel. Der dreifache Eisbären-Vater muss den Rostocker Tierpark sogar schon bald verlassen und macht somit Platz für seinen Nachwuchs – er wechselt in den Aalborg Zoo in Dänemark. „Dort hoffen wir, dass er die Eisbären-Population weiter vergrößert“, so Nagel.

Nun solle aber erstmal das ganze Augenmerk auf dem Kleinen in der Wurfhöhle liegen: Die Videoaufnahmen vermitteln schon jetzt einen agilen und gesunden Eindruck des Nachwuchses. „Aus diesem Grund hält sich auch noch hartnäckig die Vermutung der Tierpfleger, es sei ein Männchen“, sagt Nagel. Die Pfleger schätzen das derzeitige Gewicht auf etwa 4,5 Kilogramm. Bald sei eine erste Kontrolle durch die Stammtierpfleger geplant. Sobald das Geschlecht feststeht, soll ein Namensaufruf starten. „Und dabei bitten wir auch um die Unterstützung unserer treuen Besucher“, so Nagel. Die Taufe sei für Ostern geplant, wenn sich Vilma und ihr Baby regelmäßig auf der Mutter-Kind-Anlage aufhalten. Sobald das Baby schwimmen kann, ist ein Umzug in das größere Gehege des Papas vorgesehen.

Lange werden Mutter und Kind aber auch dort nicht leben. Das Polarium soll die neue Heimstätte der Eisbären und Pinguine werden. Etwa 9,7 Millionen Euro wird diese Investition kosten. „Nach jetzigem Stand wollen wir im kommenden Jahr mit dem Abriss der Bärenburg beginnen. Sowohl die Hansestadt als auch andere Sponsoren haben wir als Förderer gewonnen“, so Nagel.

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