Zirkus : Eintauchen in eine Märchenwelt

Die Balletttänzerinnen Mona Isabelle (links) und Djamila bereiten Rostock vom Balkon des Radisson Hotels auf ihr Eintreffen vor.
Die Balletttänzerinnen Mona Isabelle (links) und Djamila bereiten Rostock vom Balkon des Radisson Hotels auf ihr Eintreffen vor.

Circus Roncalli schlägt sein Zelt im Stadthafen auf.

svz.de von
19. April 2015, 12:00 Uhr

Traurige Clowns, Tierquälerei und schlechte Stimmung – die Vorurteile über Zirkusse sind mannigfaltig – auch, weil sie wie vor einigen Wochen im Tatort-Fernsehkrimi immer wieder geschürt werden. „Wenn ich so etwas sehe, bekomme ich Kopfschmerzen“, sagt Meike Schütte vom Circus Roncalli über reproduzierte Vorurteile in Film und Fernsehen. Dem schlechten oder zumindest sehr gemischten Bild, das gemeinhin in der Öffentlichkeit herrscht, setzt sie persönliche Erfahrung entgegen. „Zirkus bedeutet, in eine Märchenwelt einzutauchen und für eine Zeit glücklich zu sein“, so die Sprecherin des Kulturbetriebs.

Vom 23. April bis zum 3. Mai haben die Rostocker die Möglichkeit, sich selbst ein Bild vom Zirkus zu machen. Zwölf Vorstellungen wird Circus Roncalli in der Hansestadt geben – und Gründe für die Teilnahme an mindestens einer der Shows gibt es viele. „Der Zirkus wurde durch Unterhaltungsangebote wie Film und Fernsehen im letzten Jahrhundert fast verdrängt“, sagt Meike Schütte. Außerdem sei das Image der gesamten Branche durch schlechte Artisten und Debatten über Tierquälerei nachhaltig gestört.

Bei Roncalli gibt es keine exotischen Tiere zu beobachten, dafür wandelt das Programm Salto Vitale, welches in Rostock aufgeführt wird, auf den Spuren des Cirque Nouveau. Die aus Frankreich stammende Stilrichtung emanzipiert das Zirkusprogramm von seinen einzelnen Bestandteilen und stellt eine ganze Geschichte durch Zirkuskunst dar. Komiker, Kabarettisten und natürlich Clowns geben sich die Hand mit Trapezkünstlern, Schlangenmenschen, Luftakrobaten und Balletttänzern. Begleitet wird das Programm von einem eigenen Orchester, das der Show einen dramatischen musikalischen Rahmen verleiht. Insgesamt 70 Leute sorgen vor, hinter und neben der Bühne für einen reibungslosen Ablauf.

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