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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 03:25 Uhr

Einsturzgefahr: Uni sperrt Sporthalle

vom

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2013 | 09:36 Uhr

Südstadt | Eigentlich wird in der Universitätssporthalle im Justus-von-Liebig-Weg den ganzen Tag Sport getrieben. Doch wer jetzt in die Halle will, um Badminton, Basketball, Fuß- oder Handball zu spielen, der wird bitter enttäuscht: Studenten stoßen auf geschlossene Türen, niemand darf die Halle betreten. Völlig überraschend ist sie gesperrt worden. Grund dafür ist der Boden der Halle, der teilweise abgesackt ist und somit gefährlich für die Sportler werden könnte. Das bestätigt Ulrich Vetter, Sprecher der Uni Rostock.

Der Hallenboden war erst 2001 eingebaut worden - eigentlich mit der Eigenschaft, Schwingungen besonders effektiv abdämpfen zu können. Der einst nach modernsten Gesichtspunkten aufgebaute Boden scheint nun aber schon wieder erneuert werden zu müssen. Für die Sportler bedeutet dies zunächst, dass etwa 40 Hochschulsportkurse ausfallen oder verlegt werden müssen. "Zurzeit werden noch Ausweichmöglichkeiten gesucht", so Vetter.

Teilnahmegebühren werden erstattet

Die Schäden seien bereits systematisch untersucht und beobachtet worden. Erst als klar war, dass es sich nicht um Bagatellschäden handele, wurde reagiert und die Halle kurzfristig für alle Sportkurse gesperrt, erklärt Vetter. Jetzt soll ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, damit ermittelt werden kann, wie hoch der Schaden wirklich ist, was die Sanierung des Bodens kostet und vor allem, wer dafür aufkommen muss. Für Baumaßnahmen der Uni ist der Betrieb für Bau- und Liegenschaften (BBL) zuständig. "Die Universität hat uns bereits in der vergangenen Woche zu einem ersten Begutachtungstermin dazugebeten. Am Freitag wird ein Sachverständiger vor Ort genau prüfen, welche Maßnahmen zur Wiederherrichtung nötig sind", sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Wann die Halle wieder öffnen kann, ist noch unklar.

Eine Benachrichtigung an die Studenten über den Universitätsverteiler hat es bislang nicht gegeben. Auch auf der Internetseite des Hochschulsports sind keine aktuellen Informationen zu den Problemen in der Halle zu finden. Wer nicht sicher ist, ob sein Sportkurs stattfindet oder in andere Räume verlegt wird, sollte sich an seinen Trainer wenden. Gebühren für ausgefallene Kurse sollen erstattet werden.

Das Angebot des Hochschulsports umfasst pro Semester etwa 6000 Teilnehmerplätze in mehr als 250 Kursen. In der vorlesungsfreien Zeit sind es etwas weniger. Unter den Kursen sind auch solche, die die Sportler auf bundesweite Wettkämpfe in den klassischen Ballsportarten oder Leichtathletik vorbereiten sollen. Für Studenten mit Ambitionen zum Leistungssport bietet der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband jährlich mehr als 50 Wettkampfveranstaltungen an. Besondere Leistungen werden gelegentlich durch eine Teilnahme an den Europäischen Studenten-Meisterschaften oder an Internationalen studentischen Wettbewerben organisiert. Jetzt, da sie ihre Halle voraussichtlich für längere Zeit nicht mehr nutzen können, ist für viele Athleten fraglich, wie sie sich auf Meisterschaften und Wettkämpfe vorbereiten sollen.

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