Müllsammeln in Hohe Düne : Einsatz für sauberen Strand

Auch viele Kinder und Jugendliche setzten am Sonnabend bei der Nabu- Küstenreinigung ein deutliches Zeichen für eine saubere Ostsee und Strandumgebung.  Fotos: mikl
Auch viele Kinder und Jugendliche setzten am Sonnabend bei der Nabu- Küstenreinigung ein deutliches Zeichen für eine saubere Ostsee und Strandumgebung. Fotos: mikl

Naturschutzbund hatte zum Müllsammeln aufgerufen. Insgesamt 83 Kilogramm Abfall kamen zusammen.

svz.de von
14. März 2016, 08:00 Uhr

83 Kilogramm Müll auf rund zwei Kilometern: Das war die traurige Bilanz der Küstenreinigung des Naturschutzbundes (Nabu) am Sonnabend. Hinter der Yachthafenresidenz war so mancher Coffee to go-Becher samt Plastikdeckel in den Dünen der ersten drei Strandabschnitte gelandet, der jetzt entfernt wurde. Und auch sonst machte Plastik in allen Variationen das Rennen auf dem Weg zu den Mülltonnen. Die hatte die Hansestadt Rostock den ehrenamtlichen Müllsammlern kostenlos zur Verfügung gestellt. Darin landeten auch Kronkorken, Metallteile und Zigarettenkippen, die vorher den Strand verunreinigten.

„Hier geht es noch, weil die Strandabschnitte um Warnemünde regelmäßig im Sommer gereinigt werden“, sagte Lea Schenkelberg, Nabu-Referentin für Meere ohne Plastik. Wie viel Plastik-Müll die Ostsee in den Sommermonaten an den Strand spült, kann man nur erahnen, denn laut Nabu sind der Tourismus und die Fischerei die Hauptübeltäter für die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere.

Das haben auch die Wassersportvereine erkannt, die die Aktionen für klare Verhältnisse im eigenen Interesse an Nord- und Ostseeküste unterstützen wollten. So machte ein Taucher des Tauchsportclubs Warnemünde mit Kim Detloff, dem Nabu-Leiter für Meeresschutz, einen Tauchgang entlang der Mole zum Yachthafen. „Es kann auch für uns unter Wasser gefährlich werden, wenn wir uns in Netzen oder Schnüren verfangen", sagte Benedikt Niesterok vom Warnemünder Tauchsportclub.

Einige Mitglieder vom Warnemünder Segelclub und vom Rostocker Tauchsport Verein Oktopus griffen beherzt zur Mülltüte. „Wir möchten, dass die Segler sich auf ihrem Sportplatz für eine intakte Natur engagieren“, erklärt Dr. Dieter Goldschmidt seinen Einsatz mit Vereinskollegin Christina Pohl. Eine weitere traurige Bilanz war die Teilnehmerzahl, denn es hatten sich überwiegend Naturschützer aus anderen Bundesländern eingeklinkt.

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