Marine in Warnemünde : Einsatz auf See: Probe für den Alltag

Soldaten des Seebataillons posieren nach dem Evakuierungs- und Boarding-Szenario vor der „Karel Doormann“ am Liegeplatz 8.
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Soldaten des Seebataillons posieren nach dem Evakuierungs- und Boarding-Szenario vor der „Karel Doormann“ am Liegeplatz 8.

Deutsche und Niederländische Marine kooperieren

svz.de von
15. März 2016, 12:00 Uhr

Deutsche und niederländische Marinesoldaten haben gestern auf und rund um die „Karel Doormann“ den militärischen Alltag geprobt. Damit wird die Absichtserklärung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit Leben erfüllt. Denn die sieht den Ausbau der maritimen Zusammenarbeit zwischen den Marinen beider Länder vor. „Das stärkt einerseits die Effizienz der Marine und spart andererseits auch Kosten“, sagt Fregattenkapitän Frank W. Martin. Bis 2018 soll es noch mehr solcher gemeinsamen Einsätze geben.

Im Ostseebad wurden gestern am Liegeplatz 8 zwei Übungen demonstriert: Einmal die Evakuierung von Personen und anderseits das Boarding durch Soldaten des Seebataillons. Sie legten mit schnellen Schlauchbooten an und demonstrierten, wie sie auf See Schiffe auf illegale Waffen an Bord kontrollieren. Solche Einsätze warten am Horn von Afrika auf die Soldaten.

„Die Niederländer schätzen an der Zusammenarbeit den Einsatz des Seebataillons und auch der Minentaucher“, ergänzt Martin. Auch die beiden Marine-Chefs waren sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Übung. „Beide Seiten können von dieser Kooperation profitieren“, bilanziert Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der Marine. „Die Niederländer haben die langjährigen Erfahrungen und die ,Karel Doormann‘, wir dagegen bereichern die niederländische Marine mit unserem Seebataillon, dem 800 Soldaten angehören“, sagt Krause. Generalleutnant Rob Verkerk bestätigte das. Es geht weiter um die Abstimmung gemeinsamer Handlungsabläufe. Die „Karel Doormann“ wird künftig häufiger im Ostseeraum agieren.

Fakten zum Schiff

Das niederländische Unterstützungs- und Versorgungsschiff  „Karel Doormann“ ist 204,7 Meter lang und 30,40 Meter breit sowie 55 Meter hoch. Es  kann maximal 18 Knoten fahren, als Basis-Crew haben 152 Leute Platz, bei speziellen Einsätzen können noch weitere 148 Soldaten dazu kommen. Auf dem Hangar finden bis zu sechs Helikopter Platz.  Das Schiff ermöglicht neben der Versorgung anderer Schiffe auf See den strategischen Transport von Personal und Material. Donnerstag verlässt die „Karel Doormann“ das Ostseebad.

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