Vereine aus Rostock : Eine starke Stimme für Mieter

Holt sich Rat wegen einer Mieterhöhung: Die Rostockerin Lilo Trunzer, die bereits seit 1995 Mitglied im Mieterverein ist, bekommt von Rechtsberater Kai-Uwe Glause wichtige Tipps. Fotos: hars
Holt sich Rat wegen einer Mieterhöhung: Die Rostockerin Lilo Trunzer, die bereits seit 1995 Mitglied im Mieterverein ist, bekommt von Rechtsberater Kai-Uwe Glause wichtige Tipps. Fotos: hars

Selbsthilfeorganisation wurde 1990 gegründet und zählt mittlerweile rund 5200 Mitglieder.

svz.de von
13. März 2016, 16:00 Uhr

Der Mieterverein Rostock ist eine parteipolitisch neutrale Selbsthilfeorganisation. Mit 320 anderen örtlichen Mietervereinen ist er dem Deutschen Mieterbund mit 1,3 Millionen Mitgliedern angeschlossen. Der Mieterverein der Hansestadt ist der größte seiner Art in MV.

„Wir haben derzeit rund 5200 Mitglieder“, sagt Christian Rudolph. Der Geschäftsführer kann sich noch sehr gut an die Gründung des Vereins im Jahre 1990 erinnern. Wie der Warnemünder sagt, lebte er damals in einem vom Volkseigenen Betrieb Gebäudewirtschaft treuhänderisch verwalteten Haus im Seebad. Ihm ging es wie vielen anderen Leuten auch: Alteigentümer meldeten Ansprüche an. „Der damalige Warnemünder Pastor Rolf Grund hatte uns schon Anfang 1990 zu einem Gespräch in den alten Saal der Kirchengemeinde eingeladen. Er machte uns klar, was auf uns zukommen wird. Und so haben Peter Käkenmeister und ich den Verein gegründet“, erinnert sich der 71-Jährige an diese turbulente Zeit.

Im Dezember 1990 hatte der Verein bereits 250 Mitglieder. Ende der 1990er- Jahre stieg deren Zahl auf etwa 8000. „Damals haben viele Bürger schon aus Vorsorge den Weg zu uns gefunden. Heute kommen die meisten erst, wenn sie Probleme haben“, weiß der Geschäftsführer.

Dabei sei es durchaus sinnvoll, als Mieter rechtzeitig Kontakt zum Verein zu suchen. So beispielsweise bereits vor der Unterschrift unter einen Mietvertrag, der durchaus Fallstricke beinhalten und für späteren Ärger sorgen kann. Für seine Mitglieder ist der Verein da, wenn es um sicheres Wohnen, um bezahlbare Mieten oder um Kündigungsschutz geht. Hauptsächlich gefragt ist der Expertenrat der Rechtsberater in Sachen Betriebskostenabrechnungen. Rund 70 Prozent aller Fragen betreffen diese Thematik. Mit Kündigungen werde man sich, so die Prognose, in absehbarer Zeit verstärkt beschäftigen müssen. Weitere Knackpunkte sind Mieterhöhungen, Heiz- und Nebenkostenabrechnungen, Schönheitsreparaturen, Haus- und Wohnungsmodernisierungen sowie Wohnungsmängel/Mietminderungen. Der Mieterverein Rostock bietet seinen Mitgliedern Rechtsschutz und berät sie kostenfrei nach Terminabsprache. Und zwar nicht nur in seinem Rostocker Büro, sondern zu festgelegten Terminen auch in Kühlungsborn, Ribnitz-Dammgarten, Güstrow, Bad Doberan, Bad Sülze, Barth und Bützow.




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