zur Navigation springen

Urlaub in Warnemünde : Eine längere Saison ist das Ziel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Warnemünde auf dem Weg zur Ganzjahresdestination. Touristiker setzen auf Veranstaltungen und eine flexiblere Nutzung des Strandes.

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Das Ostseebad soll nicht nur im Sommer ein Ziel für den Traumurlaub sein – sondern am besten das ganze Jahr. Das ist der Wunsch vieler Touristikern. Beim gestrigen Tourismusfrühstück von Rostock Marketing in der Almhütte ging es denn auch um die so genannte Saisonverlängerung. „Es ist wichtig, die kalte Jahreszeit interessanter zu machen und Buchungsanreize zu schaffen“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm. Nötig seien attraktive Veranstaltungen, vielleicht eine Art Hanse Sail im Winter. Eine Voraussetzung ist laut Fromm eine Flexibilisierung des B-Plans Strand.

Veranstaltungen wie das Wintervergnügen, das Jörg Bludau von der Konzert- und Veranstaltungsagentur mit der Tourismuszentrale organisiert, steigern die Attraktivität des Ostseebads im Winter. Dass es eine Gemeinschaftsaufgabe sei, das haben in den Augen von Bludau noch nicht alle erkannt. „Seit Jahren gibt es ein paar Tapfere, die für alle loslegen, damit es weiteren Zulauf von Gästen gibt“, sagt er. Andere ruhten sich darauf aus, dabei seien die Hoteliers und Gastronomen als Unterstützer gefragt. Denn sie profitierten am meisten von Gästen. „Wegen der Saisonverlängerung wünschen sich viele, dass das Stromfest bereits im April und das Stromschließen im Oktober statt im September ist“, so Bludau.

Auch die Strandkorbvermieter Matthias und Franziska Treichel sind froh, dass die Bedingungen am Strand etwas gelockert wurden und die Bewirtschaftung vom 1. März bis 15. November möglich ist. „Darüber sind wir dankbar, es war früher oft ein Kampf, Veranstaltungen wie Halloween genehmigt zu bekommen“, sagt Franziska Treichel und ergänzt: „Wir hoffen, den Strand irgendwann einmal ganzjährig bewirtschaften zu können“.

Eine weitere Forderung der Touristiker ist die Erweiterung der Bäderregelung, um dem Einzelhandel mehr Spielraum zu geben. „Einkaufen zählt zu den beliebtesten Aktivitäten der Gäste“, sagt Jörg Drenkhahn vom Handels- und Gewerbeverein. Er plädiert für eine Werbegemeinschaft, um mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen zu haben.

Zufrieden war Torsten Vey, operativer Direktor des A-Ja-Resorts, mit der Almhütte. „Sie hat dazu beigetragen, die Außenwahrnehmung des A-Ja-Resorts zu steigern“, so Vey. Der Vorbuchungstand von Mai bis Oktober betrage bereits jetzt 77 Prozent.

Ob es die Almhütte 2016 noch einmal geben wird, ist allerdings offen. Schließlich war sie in Warnemünde nicht unumstritten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen