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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 03:41 Uhr

Zoo Rostock : Eine kleine Dänin reist zu den Geparden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neunjährige Sara sammelt Geld für den Schutz der Tiere

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 21:00 Uhr

So nah kommen Zoo-Besucher den Geparden normalerweise nicht. Ganz dicht am Gitter steht die kleine Sara. Am liebsten würde sie es Tierpflegerin Andrea Marx gleichtun und die majestätische Malika streicheln. Doch die Mitarbeiterin des Rostocker Zoos warnt: „Das geht bei mir nur, weil Malika eine Handaufzucht ist.“ Hinter der Gepardendame luschern ihre fünf mittlerweile schon nicht mehr ganz so kleinen Kinder in die Box.

Sara schaut sich neugierig hinter den Kulissen der Gepardenanlage um. Die Neunjährige ist mit ihren Eltern aus Dänemark angereist, um den Rostocker Zoo zu besuchen. „Seit sie vier Jahre alt ist, liebt Sara diese Tiere“, sagt Mutter Louise Nilsson. „Ihr größter Traum ist es, mit ihnen zu arbeiten und ihnen ganz nah zu sein.“

Die Schnelligkeit und Selbstständigkeit der Geparden fasziniert Sara. Und, dass diese Großkatzen so selten sind. Um sich für den Schutz der schönen Tiere einzusetzen, hat die junge Dänin eine eigene Homepage eingerichtet, auf der sie über Geparden informiert und Spenden sammelt. Das Geld geht an den Cheetah Conservation Fund oder an den Ree-Park in Dänemark. Sara hat sogar schon Sponsoren, die sie über den Verkauf von Strümpfen und Weihnachtskarten in ihrem Anliegen unterstützen.

Auf den Rostocker Zoo wurden Sara und ihre Familie aufmerksam, weil sie derzeit Urlaub in Berlin machen. Da lag es nahe, einen Abstecher in die Hansestadt zu machen. Dort wurden sie durch den Park geführt und anschließend von Geparden-Pflegerin Andrea Marx begrüßt. Sie führte Sara und ihre Mutter durch den Versorgungstrakt und bereitete dem kleinen Mädchen damit ein ganz besonderes Erlebnis. Wenn sie groß ist, das weiß Sara ganz genau, möchte sie als Tierpflegerin oder -ärztin mit Geparden arbeiten, am liebsten in Afrika. „Warum nicht“, sagt Andrea Marx. „Wenn du das willst, kannst du es auch schaffen.“

Zu Hause hat Sara natürlich auch Tiere: einen Hund, den sie aus Griechenland geholt hat, und Fische. „Aber am liebsten hätte sie natürlich einen ganzen Zoo“, scherzt Louise Nilsson. „Aber dafür ist unser Garten wohl doch zu klein“, gibt Sara zu.

Zum Abschied überreicht Andrea Marx Sara ein besonderes Geschenk: ein Geparden-Schnurrhaar. „Das bringt Glück“, sagt die Tierpflegerin. Sara streicht sich mit dem festen Haar über die Wange und strahlt.

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