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Israel durch mein Objektiv : Eine Geschichte in Bildern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Kunsthalle Rostock präsentiert Fotografien David Rubingers in der Ausstellung „Israel durch mein Objektiv“

Seit gestern ist in der Kunsthalle Rostock die Ausstellung „Israel durch mein Objektiv“ zu sehen. Gezeigt werden bis zum 29. November Fotografien von David Rubinger. Insgesamt 57 Bilder geben einen Einblick in die Geschichte Israels mit all ihren Facetten, das Glück wie auch das Leid der Bevölkerung.

„Ich bin sehr glücklich mit der Ausstellung“, sagt Fotograf David Rubinger nach einem Rundgang. Auch sein wohl bekanntestes Bild der drei israelischen Fallschirmjäger, die nach der Wiedereroberung der Klagemauer 1967 vor ihr stehen, ist Teil der Schau.

Sie ist ein Streifzug durch die Jahre. So stammt das älteste Bild aus dem Jahr 1950 und das jüngste von 2008. „Ich versuche etwas zu erzählen. Das heißt, ich wusste nicht, dass ich erzählen will“, sagt Rubinger über seine Fotografien und ergänzt: „Ich habe 62 Jahre fotografiert und es kam eine Erzählung heraus.“ So ist er sehr stolz auf die Rostocker Ausstellung. Keine seiner bisherigen Ausstellungen habe diese Qualität und Tiefe, findet der Fotograf.

Dass eins seiner Bilder zur Ikone wurde, verdankte der 91-jährige Fotograf seiner Frau, die ihn auf das Bild der drei Soldaten aufmerksam machte. „Der Fotograf selbst schafft keine Ikone, er macht nur das Bild“, erklärt Rubinger. Erst das Publikum, das etwa in diesem Bild gesehen hat, mache es dazu. Nicht nur Rubingers Bilder, auch sein Archiv hat die Organistoren der Ausstellung beeindruckt. „Es ist unglaublich. Innerhalb weniger Augenblicke hatte er das gesuchte Bild gefunden“, erzählt Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle. Er hatte die Ehre, einen Einblick in das Archiv zu bekommen.

„Jedes Bild, das du machst, könnte eines Tages eine erste Skizze und der Anfang einer Geschichte sein.“ Durch diese Aussage eines Freundes hat sich für den Fotografen Rubinger ein neuer Zugang zum Archivieren und seinen Fotografien aufgetan.

Der 91-Jährige selbst sieht sich nicht als Künstler. Bei der Kunst stehe vor dem Produkt eine Idee im Kopf, die der Künstler umsetzt. „Als Fotograf darf ich keine Idee haben. In dem Moment, in dem ich eine Idee habe, schaffe ich eine Wirklichkeit, die es so nicht gibt“, so der Fotograf. Deshalb sind seine Bilder oft Schnappschüsse. Sie sind durch Zufall und aus der Situation heraus entstanden.

Die Ausstellung „Israel durch mein Objektiv“ ist auch ein Beitrag anlässlich der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland vor 50 Jahren.

Die Ausstellung ist Dienstags bis Sonntags von 11 bis 18 Uhr in der Kunsthalle zu sehen. Heute um 19 Uhr findet ein Vortrag von David Rubinger statt.

 

Christine Zimmermann

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