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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 09:34 Uhr

Projekt in Rostock : Eine Frau mit Schwung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kerstin Pfletscher baut ihre Reifen selbst, bietet Kurse, Workshops und Hula-Hoop-Spielplätze für jedermann an

Diese Frau hat Schwung: So viel, dass es locker für zwanzig Hula-Hoops reicht. Das ist die maximale Menge an Reifen, die Kerstin Pfletscher aus Kösterbeck gleichzeitig mit vollem Körpereinsatz und einem Lächeln im Gesicht in Bewegung versetzen kann. Jeden davon hat sie selbst hergestellt.

Zum Hoop-Dance kam die ehemalige Bauingenieurin eher zufällig. Anfang 2009 entdeckte sie bei einer Freundin einen wunderschönen überdimensionalen Hula-Hoop, den diese in England bestellen musste, da es diese Reifen nicht in Deutschland zu kaufen gab. „Das ist doch eine tolle Geschenkidee“, dachte sich Kerstin Pfletscher und recherchierte im Internet, wie man solche Hoops selbst bauen kann.


Jeder wollte mal den Reifen schwingen


Ab da waren die selbst hergestellten Hula-Hoops der absolute Renner. „Jeder wollte einmal den Reifen schwingen, den er aus Kindertagen bereits kannte. Diese positive Reaktion löste bei mir eine regelrechte Euphorie aus, sodass ich alles rund um das Hooping – wie die Sportart aus den USA heißt – wissen wollte“, erklärt Kerstin Pfletscher. Inzwischen trifft sie sich regelmäßig mit Hooping-Freunden beim Open-Hooping in Rostock.

„Mein Wunsch ist, dass sich mehr Menschen einfach aus Spaß im Park treffen und zusammen die Reifen schwingen“, so Pfletscher. Auch die Ideen für die Hoop-Gestaltung gehen ihr nicht aus. „Es bleiben weiterhin Unikate“, erklärt sie und zeigt auf herzförmige Gebilde und Leucht-Hoops. Auf Conventions holt sie sich ihre Inspiration, erzählt sie. Mittlerweile ist Kerstin Pfletscher ein Profi und bietet Hoop-Dance-Kurse an der Volkshochschule an. Mit ihrem „Hula-Hoop-Spielplatz für jedermann“, einem Vorführ- und Mitmachprogramm, präsentiert sie ihre Reifen auf Veranstaltungen. Kerstin Pfletscher begeistert nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. „Ich kann mich noch gut an eine Frau erinnern, die Mitte 60 gewesen sein muss und die mir noch Tricks zeigen konnte“, erzählt sie mit leuchtenden Augen von ihren Begegnungen. Für sie ist Hoop-Dance die Möglichkeit zum Glücklichsein.


Vom Alptraum- zum Traumjob


Sie gibt offen zu: „Nur von Hoop-Dance kann man nicht leben.“ Auch ein Verkauf ohne Online-Shop reicht nicht für den Unterhalt. Doch viele Jahre habe sie als Bauingenieurin gearbeitet, aber der Traumjob sei immer mehr zum Alptraumjob geworden erzählt sie: „Immer höher, schneller, weiter und am Ende bist du sogar am schlechten Wetter Schuld – das wollte ich nicht mehr.“ Jetzt bringe ich die Menschen zum Strahlen, denn mit einem Hula-Hoop erreichst du jeden: die neugierigen Kinder, die Eltern, die mal was mit ihren Kindern gemeinsam machen möchten, und die Großeltern, die früher selbst mit einem Reifen gespielt haben.

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