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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. August 2017 | 10:19 Uhr

Rostock : Ein Zuhause für den Tourismus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Land schießt 5,3 Millionen Euro für die Branchenzentrale am Werftdreieck zu. Die Fertigstellung ist bis Ende 2015 geplant.

Bis fast runter zur Wasserkante ist das Baugrundstück Konrad-Zuse-Straße 2 auf dem Werftdreieck eingezäunt. Kiesberge türmen sich auf dem Gelände und die Bohrarbeiten laufen auf Hochtouren. Bis Ende 2015 soll auf dem Areal das Internationale Haus des Tourismus entstehen – eine Art Schaltzentrale für diesen wichtigen Wirtschaftszweig des Landes. Gestern übergab Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5,3 Millionen Euro. Der Rest der insgesamt veranschlagten 6,1 Millionen Euro Baukosten muss mit Kredit- und Eigenmitteln gedeckt werden.

Für Jürgen Seidel, den Präsidenten des Tourismusverbandes MV, war gestern ein Tag des Glücks. „Wir haben die letzten dreieinhalb Jahre über das Internationale Haus des Tourismus gesprochen und vorher lange davon geträumt“, sagt er. Den Neubau verstehe Seidel als Symbol der guten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in der Tourismusbranche. In dem Haus sollen sie nun auch einen gemeinsamen Arbeitsplatz finden. Neben dem Tourismusverband ziehen zehn Partner mit ein, darunter beispielsweise der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband MV und der Ostseebäderverband.

Das etwa 2600 Quadratmeter große Baugrundstück auf dem Werftdreieck wurde vom Tourismusverband MV mit Unterstützung des Landes und der Deutschen Kreditbank im Sommer 2013 gekauft. Direkt im Anschluss startete ein EU-weiter Architekturwettbewerb. Letztlich setzte sich das Büro von Martin Zavracky und Stephan Bastmann durch und legte einen ersten Plan vor. Dieser wird nun verfeinert und um eine Dachterrasse erweitert. „Von dortaus wird man einen fantastischen Blick auf das Wasser haben“, sagt Zavracky. Auch wenn die ersten Pläne schon stehen – eine Baugenehmigung von der Hansestadt Rostock liegt derzeit noch nicht vor. Allerdings rechnen alle Beteiligten damit, dass diese Anfang Juli erteilt wird. In gerade mal eineinhalb Jahren soll der moderne Neubau dann in die Höhe schießen. „Das ist ein ehrgeiziger Zeitplan und eine Herausforderung“, so Seidel. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) kann es kaum erwarten, dass das Werftdreieck um ein weiteres Element wächst. „Es ist eine zweite Zukunft für Rostock“, sagt er und spielt damit auf die Werft-Vergangenheit des Areals an. Der Tourismus sei heute nicht nur für Rostock, sondern für ganz MV von größter Bedeutung.

 

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erstellt am 18.Jun.2014 | 06:00 Uhr

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