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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 22:40 Uhr

Glückspilz : Ein Zuhause für den misshandelten Arek

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Husky-Rüde nach zwei Operationen wieder wohlauf. Am Sonntag steigt in Schlage ein großes Tierheimfest.

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Neugierig und mit gespitzten Ohren schnuppert Arek an den Händen von Katrin Briesemeister. Die Leine in der Hand der Tierheimmitarbeiterin hat der vierjährige Rüde längst entdeckt, ist voller Vorfreude auf einen ausgedehnten Spaziergang. Noch vor einigen Monaten wäre der völlig undenkbar gewesen.

Rückblick: Vor gut anderthalb Jahren kam der schwer misshandelte Husky-Mischling in die Obhut des Tierheims Schlage. Durchtrennte Achillessehnen in beiden Hinterläufen machten jeden seiner Schritt zu einer Tortur. Dank zweier, ausschließlich mit Spendengeldern finanzierter Operationen geht es dem Hund heute wieder gut. Auch eine neue Familie hat Arek mittlerweile gefunden, ist gerade dabei, sich einzuleben. „Auch Toni, unserem zweiten großen Sorgenkind, geht es blendend, nachdem ein Tumor in der Leistengegend entfernt werden konnte. Der Labrador wurde bereits ins Rostocker Umland vermittelt“, sagt Tierheimleiter Norbert Schlösser. Seit der Gründung im Jahr 1991 wurden mehr als 9 000 seiner Schützlinge erfolgreich vermittelt.

Damit möglichst viele weitere Tiere der Einrichtung – die neben zahlreichen Hunden auch Katzen, Hamster, Rennmäuse oder Zwergkaninchen betreut – ein neues Zuhause finden, veranstalten Schlösser und seine Kollegen morgen das traditionelle Tierheimfest. Idee ist es, die Besucher auf die Not der Bewohner und ihres Schicksals aufmerksam zu machen. Neben einem bunten Rahmenprogramm erfahren Gäste allerlei Wissenswertes rund um die Vierbeiner. Auch bereits vermittelte Tiere statten Schlage einen erneuten Besuch ab. „Unter ihnen küren wir die schönste Hundeschnauze“, gibt Norbert Schlösser einen Ausblick.

Sorgen bereitet dem Tierheimleiter indes der marode Zustand des Heißwasserspeichers. Der ist seit geraumer Zeit irreparabel defekt und muss dringend ausgetauscht werden. „Das ist momentan kein Zustand, schließlich müssen wir gewisse Hygienestandards erfüllen“, schildert Schlösser. Die Kosten schätzt der Tierheimleiter auf etwa 1500 Euro.

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