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Bestseller-Autor im Interview : Ein Rostocker erklärt die Haut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Wissenschaftler Robin Haring stürmte mit seinem Sachbuch über das größte Organ des Menschen die Spiegel-Bestsellerliste.

Was für ein Einstieg: Der Rostocker Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. Robin Haring von der Europäischen Fachhochschule (EUFH) steht mit seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Alles über die Haut: Wie Sie gesund und natürlich schön bleiben“ auf der Spiegel-Bestsellerliste-Sachbuch. Gemeinsam mit Dr. Johannes Wimmer und Prof. Dr. Matthias Augustin hat der 34-Jährige dieses Sachbuch veröffentlicht. Im Interview verrät er NNN-Redakteurin Marie Boywitt unter anderem, was ihn bei diesem Thema besonders überrascht hat.

Ihr neues Buch „Alles über die Haut“ ist direkt auf Platz 14 der Bestseller-Liste eingeschlagen – freut Sie dieser Erfolg?
Prof. Dr. Robin Haring:
Ja, natürlich. Es gab zwar schon mit anderen Veröffentlichungen einige Anläufe, aber das spricht für das Buch.

Wieso haben Sie mit Dr. Johannes Wimmer und Prof. Dr. Matthias Augustin dieses Buch veröffentlicht?
Dr. Johannes Wimmer ist der Autorenkopf und als Dermatologe an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf tätig. Bei den Verlagen nennt sich das in einem solchen Fall Absenderkompetenz – auf den Büchern stehen immer die Leute drauf, die für dieses Thema stehen. Und Prof. Dr. Matthias Augustin gilt deutschlandweit als einer der angesehensten Dermatologen. Daher sind die beiden zum Thema Haut eben die ersten Ansprechpartner.

Wieso haben Sie sich ebenfalls diesem Thema angenommen?
Als Gesundheitswissenschaftler sind viele verschiedene Themen möglich – das ist nicht so eng definiert. Die Idee zu diesem Sachbuch ist in Gesprächen mit dem Ullstein Verlag entstanden.

Haben Sie einen einfachen Ratschlag für eine gesunde Haut?
Eine ausgewogene Ernährung, genügend Bewegung, ausreichend Schlaf – das sind die Klassiker. Nichtrauchen ist für die Haut extrem wichtig, ein Normalgewicht ebenso. Das sind alles Aspekte, die in vielen anderen Bereichen genauso wichtig sind, etwa bei Bluthochdruck oder Diabetes. Von daher kann man über die Haut sagen, dass alles, was man für ein gesundes und langes Leben unternehmen kann, auch der Haut sehr gut tut.

Ist es dann überhaupt wichtig, sich mit der Haut gesondert zu beschäftigen?
Die Haut ist mit zwei Quadratmetern Oberfläche das größte Organ des Menschen und spiegelt tatsächlich viele Erkrankungen wieder. So gibt es zwischen dem Immun-Status eines Menschen und verschiedenen Hauterkrankungen durchaus Wechselwirkungen. Das sieht man am deutlichsten bei Neurodermitikern: Wenn sie Belastungsphasen durchmachen, fängt die gesamte Haut an zu blühen. Obwohl die Haut solch ein sichtbares und präsentes Organ ist, hatten wir bei der Veröffentlichung das Gefühl, dass die Haut ein unterschätztes Organ ist.

Nach etlichen Veröffentlichungen zurück zu Ihren Anfängen: Was hat Sie dazu bewogen, Demografie in Rostock zu studieren?
Die Studienentscheidung liegt schon mehr als zehn Jahre zurück… In Deutschland gilt Rostock mit der Universität und dem Max-Planck-Institut als Demografie-Cluster. Wenn man sich für Bevölkerungswissenschaften interessiert, ist die Hansestadt der beste Studienort. Und so dicht am Meer lebt es sich nicht schlecht.

Danach haben Sie sich für die Epidemiologie entschieden…
Die beiden Fachbereiche liegen eigentlich nicht so weit auseinander. Als Schnittmenge zwischen Demografie und Epidemiologie gelten Untersuchungen zu Todesursachen, Risikofaktoren und der Mortalität. Das war bisher ein guter Weg: wissenschaftliche Fragestellungen entwickeln, Daten analysieren, Forschungsergebnisse publizieren und auf Kongressen diskutieren.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 06:30 Uhr

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