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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 01:14 Uhr

Warnemünde : Ein Parkhaus muss her: Nur wohin?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rege Beteiligung beim 1. Strandtalk im Zelt der Oase Treichel. Warnemünder, Stadtvertreter und Gewerbetreibende diskutieren

svz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Viel Diskussionsstoff ist beim gestrigen 1. Strandtalk auf den Tisch gepackt worden. In einer konstruktiven Gesprächsrunde im Zelt der Strandoase Treichel trafen Bürger, Stadtvertreter und Gewerbetreibende aufeinander. Thema des gut besuchten Abends war der Strand und all die Probleme, die die Hochsaison mit sich bringt.

Heiß diskutiert wurde allem voran das umstrittene Parkhaus, das direkt unter den Dünen entstehen könnte, um den im Sommer permanent drohenden Verkehrskollaps zu entschärfen. Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) plädierte für ein Parkhaus mit festen Plätzen für Einheimische und Übernachtungsgäste. „Die Tagestouristen sollten am Ortsrand abgefasst werden“, sagt er. Dies mache nach Meinung des Bau- und Umweltsenators Holger Matthäus (Grüne) nur Sinn, wenn an der B 103, am Friedhof und an der Mittelmole entsprechende Parkhäuser geschaffen werden: „Die Touristen wollen keine Matschparkplätze.“ Auch der Shuttlebus wurde mit 54 gezogenen Tickets in diesem Jahr nur gering angenommen. IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen entgegnet: „Gerade Familien wollen möglichst direkt am Strand parken.“

Für die Gewerbetreibenden ist der Strand selbst ein großes Konfliktthema. Damit sie nicht jedes Jahr auf die Genehmigung der Strandnutzung warten müssen, soll ein zweiter B-Plan künftig für Entspannung sorgen. Der erste war zu kompliziert und wurde deshalb verworfen. „Der neue wird einfacher und flexibler“, verspricht Matthäus. Zudem soll eine langfristige Regelung für Planungssicherheit bei den Gewerbetreibenden sorgen.

Einstimmigkeit herrschte bei dem Thema Windkraftanlagen. Damit diese nicht sechs Kilometer vor dem Strand in die Höhe ragen, sollen die Bürger nach Meinung der Referenten gemeinsam die Stimme erheben und eine Alternative anbringen. „Ansonsten geht uns das beste Segelrevier kaputt“, erklärt Prechtel.

 

 

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