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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 03:04 Uhr

Museen : Ein neues Zuhause für die Societät

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Sanierung des Hauses soll 2016 in Angriff genommen werden / Jetzt wird geklärt, wohin das maritime Museum umzieht

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Auf den ersten Blick ist das Haus, in der die Societät Rostock maritim ihre Ausstellungen präsentiert, ein imposanter Bau. Dennoch muss es in der August-Bebel-Straße dringend saniert werden. Bereits 2011 hatte die Stadt mit einem positiven Votum die Weichen für die Sanierung gestellt. Nun wurde das Vorhaben um ein weiteres Jahr verschoben. Der Beginn der Arbeiten ist nun für 2016 geplant.

„Wir fangen voraussichtlich Anfang nächsten Jahres mit der praktischen Umsetzung unserer Pläne an“, sagt Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Der offizielle Startschuss sei schon im November 2014 gefallen. Im Laufe dieses Jahres gehe es an die konkreten Planungen. Jochen Pfeiffer, Vorsitzender der Societät, hat erst kurzfristig von diesen Plänen erfahren. „Meine großen Sonderausstellungen kann ich erst jetzt wirklich im Detail planen“, sagt er.

Eines steht jetzt schon fest: Der Umbau des Gebäudes wird ein Kraftakt. Denn die Sanierung betreffe nicht nur den Außenbereich, sondern auch die Innenräume des Museums, so Michaela Selling. Das alles müsse unter denkmalschutzrechtlichen Vorgaben passieren. Die veranschlagten Kosten für das Bauprojekt liegen bei 7,5 Millionen Euro.

Neben den baulichen Aspekten muss in diesem Jahr auch der Umzug der Societät geregelt werden. Der Fundus des Museums besteht aus mehr als 1000 Exponaten, die bis zum Start der Bauarbeiten beräumt werden müssen. „Die Stücke befinden sich teilweise in sehr großen Vitrinen. Das muss alles sicher verpackt werden, damit nichts kaputt geht“, sagt Pfeiffer. Das könne am Ende ein großes Problem werden.

Wo die Societät ihr zukünftiges Domizil findet, steht bislang noch nicht fest. Das Traditionsschiff schließt die Stadt aber auf jeden Fall aus – aus Platzgründen. Zudem könnten empfindliche Gemälde dort schon allein wegen der Temperaturen nicht gezeigt werden, erklärt Michaela Selling. Die Stadt suche deswegen im Laufe dieses Jahres eine geeignete Unterkunft für das maritime Museum, informiert die Kulturamtsleiterin. Es sei wünschenswert, dass die Societät in der Hansestadt bleibt. „Der Verein ist ein wichtiger Partner, den wir als Stadt nicht verlieren wollen.“

Ist die Societät erst einmal in einem neuen Zuhause angekommen, wird sie auch nach der Sanierung dort bleiben. Denn die August-Bebel-Straße soll dann der Sitz des neuen Museums für Kunst- und Kulturgeschichte werden. Die Eröffnung soll am 24. Juni 2018 gefeiert werden – pünktlich zum Rostocker Stadtjubiläum.

Bis es soweit ist, geht der Betrieb in der Societät erst einmal regulär weiter. „Jetzt bin ich dabei, die Ausstellungen vorzubereiten“, sagt Jochen Pfeiffer.

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