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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 21:02 Uhr

Kreatives Hobby : Ein Mann mit Fingerspitzengefühl

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Modelle sind seine Leidenschaft: Die Schiffsnachbauten von Fred Hoppe sind in Warnemünde sehr beliebt. Doch der 84-Jährige kann noch mehr. Er gestaltet Grußkarten und malt leidenschaftlich gerne.

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2014 | 16:00 Uhr

In der Bodenstation des Leuchtturms haben Modelle der Fährschiffe Warnemünde und Mecklenburg von 1903 im Maßstab 1:160 ihre Plätze gefunden. Wenige Schritte entfernt im Vorraum des Teepott-Restaurants entdecken Besucher die Miniatur der Fähre „Mecklenburg“ aus den 1930er-Jahren. Und im Heimatmuseum schließlich ist das Modell des ältesten Seebäderschiffes „Undine“ zu sehen.

Vom Stapel gelaufen sind diese und viele weitere Schiffe allesamt in der heimischen Werkstatt von Fred Hoppe. Eigentlich hat der 84-Jährige sogar zwei Arbeitsplätze: Der eine befindet sich im Keller, der eine Werk- sowie Drehbank, eine Hobelmaschine und diverse andere Gerätschaften beherbergt, der andere in der ehemaligen Nähstube von Ehefrau Inge in der John-Brinckman-Straße 16. Dort führt Fred Hoppe mit viel Fingerspitzengefühl die feineren Arbeiten beispielsweise an Segeln aus.

Wie viele Schiffsmodelle im Laufe seines Lebens, vor allem aber nach dem Start in den Vorruhestand 1991 entstanden sind, vermag der ehemalige Elektromaschinenbauer, Rohrschlosser, Konstrukteur und Werft-Modellbauer nicht zu sagen. Gerade erst hat er den Wunsch mehrerer Warnemünder Segler erfüllt und deren Boote anhand von Fotos oder Schiffsunterlagen mit allen Schikanen nachgebaut. Und auch seine fünf Kinder sind jeweils im Besitz mindestens eines Schiffsmodells. Er selbst besitzt nur drei, die im Wohnzimmer ihren Platz oben auf dem Wohnzimmerschrank gefunden haben. „Mich reizt das Schiffebauen, nicht das Sammeln“ sagt Fred Hoppe. Und er gesteht auch offen: „Es gibt ganz sicher weit bessere Modellbauer als mich, deren Arbeit zweifellos ganz makellos ist. Mit meinen Händen schaffe ich aber lieber so richtige Arbeitsschiffe mit allem Drum und Dran sowie den Spuren der Zeit“, sagt der Mann mit den goldenen Händen, wie Ehefrau Inge bemerkt.

Denn der Modellbau ist nur ein Hobby von mehreren, dem sich der 84-Jährige verschrieben hat. Er malt leidenschaftlich gern, vor allem Warnemünde-Motive, die inzwischen nicht nur bei Freunden und Verwandten, sondern sogar in der Praxis seiner Hausärztin zu finden sind. „Seit Jahren gestalte ich zudem Glückwunsch- und Weihnachtskarten. Grimms Märchen waren lange Zeit Inspiration. Da hat dann die ganze Familie bei der farbigen Gestaltung mitgeholfen“, erinnert sich Fred Hoppe an schöne Stunden.

Da die Kinder längst er-wachsen sind, nimmt er sich gern der Enkel an. So kam der Kontakt zur Freiwilligen Feuerwehr Poppendorf zustande, für die er ein eigenes Emblem gestaltet hat. „Ideen habe ich noch viele. Wenn die Gesundheit mitspielt, und das ist mein größter Weihnachtswunsch, werde ich einige noch verwirklichen“, verspricht der rüstige Senior.

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