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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 04:22 Uhr

Ein kleiner Harem für Assumbo

vom

Rostock | Gorilla-Männchen Assumbo bekommt endlich eine Famlie. Zwei Weibchen und zwei Junggesellen-Affen werden ihm schon bald Gesellschaft leisten und sein Alleinsein beenden, denn das Europäische Erhaltungszuchtprogramm sieht vor, dem Rostocker Zoo für das Darwineum eine richtige Gorilla-Herde mit fünf Tieren zu ermöglichen. Dann könnte es auch wieder mit der Fortpflanzung bei den Affen klappen. "Ich freue mich schon auf den Tag, wenn Assumbo sein neues Zuhause sieht und seine Mitbewohner kennenlernt", sagt Zoodirektor Udo Nagel.

Die Entscheidung über die Anzahl der neuen Rostocker Gorillas fiel vor Kurzem. "Ideal wären drei Weibchen gewesen, aber mit den zweien haben wir schon Glück gehabt", sagt Nagel. Durch die zusätzlichen Junggesellen-Gorillas soll das Konkurrenzverhalten Assumbos angetrieben werden. Denn das Ziel des Zoos ist die Zucht von eigenen Gorillas. "Das neue Gorilla-Gehege im Darwineum ist auf zwölf Affen ausgerichtet", so Nagel. So bleibe genug Platz für eigenen Nachwuchs. Einzige Voraussetzung: Die Affen müssen sich sympathisch sein. "Das ist wie bei den Menschen", so Nagel. Sollten sich die fünf Tiere nicht verstehen, will der Zoo die Herde in zwei Gruppen teilen.

Aus welchen Ländern die neuen Affen kommen, ist noch nicht bekannt. Einzig die Kosten des Transports müssen vom Zoo getragen werden. "Bei einem Tier aus Deutschland werden die Ausgaben natürlich niedriger sein, als bei einem Gorilla aus Spanien", erklärt der Zoodirektor.

Auch die Tage im engen Käfig scheinen für Assumbo gezählt zu sein: Heute feiert das Millionenprojekt Darwineum mit dem Affenhaus Richtfest - nur vier Monate nach dem ersten Spatenstich. "Damit liegen wir voll im Plan und können im August oder September des kommenden Jahres eröffnen", so Nagel. Erschwert wurden die Bauarbeiten durch Starkregen im Sommer und Windböen in den vergangenen Tagen.

Die ersten Tiere sind schon in Rostock angekommen. Die Galapagos-Schildkröten befinden sich derzeit auf dem Wirtschaftshof des Zoos. "Uns ist wichtig, dass sich die Tiere erst einmal gut eingewöhnen", sagt Nagel. Neben den Gorillas werden auch die Urang-Utans zwei neue Weibchen hinzubekommen. Auch hier ist eine eigene Zucht und die Vergrößerung des Bestands Ziel des Rostocker Zoos.

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erstellt am 01.Dez.2011 | 06:31 Uhr

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