Vereinsserie : Ein Herz für den Motorsport

Am neuen Sportboothafen des WSV Hanseat Rostock: Vereinsvorsitzender Gerald Bergmann, der zweite Vorsitzende Horst Lehmann, Hafenmeister Michael Schneider und Jugendwart Egon Bartschat teilen die Leidenschaft für den Motorbootsport.
Am neuen Sportboothafen des WSV Hanseat Rostock: Vereinsvorsitzender Gerald Bergmann, der zweite Vorsitzende Horst Lehmann, Hafenmeister Michael Schneider und Jugendwart Egon Bartschat teilen die Leidenschaft für den Motorbootsport.

Wassersportverein Hanseat hat ein kleines Hafenparadies im alten Warnowarm südlich der Vorpommernbrücke

svz.de von
21. August 2016, 16:00 Uhr

Der 1990 gegründete Wassersportverein Hanseat kann auf eine lange Tradition, die bis in die 1920er-Jahre und zum damals existierenden Rostocker Motorbootclub reicht, zurückblicken. Auch in der DDR wurde auf der Warnow und in anderen Gewässern Motorwassersport betrieben. „Konkret ist unser Verein aus der Sektion Motorwassersport im Motorsportclub Hansa des Allgemeinen Deutschen Motorsportverbandes der DDR hervorgegangen“, sagt Vereinsvorsitzender Gerald Bergmann.


Mitte der 1990er stand ein Umzug bevor


„In diesem zusammengefunden haben sich Wassersportler, die in den 1960er Jahren einige Liegeplätze bei den am Warnowufer ansässigen kleinen Bootsbaubetrieben nutzten. Nach dem Zusammenschluss 1964 bekamen sie vom damaligen Rat der Stadt einen Bereich am Ufer der Warnow zur wassersportlichen Nutzung“, erinnert sich Bergmann. Wie der Vereinsvorsitzende sagt, haben die Wassersportler im Lauf von 50 Jahren in unzähligen Stunden die ihnen anvertraute Fläche einschließlich Uferbefestigungen, Bootsstegen, Bootslagerhallen, Werkstatt-, Club und Sanitärgebäuden errichtet und gepflegt. Doch schon Mitte der 1990er-Jahre war den Wassersportlern klar, dass ihre Tage am Standort im Zusammenhang mit den geplanten neuen Stadtgebieten östlich der Stadtmauer und Holzhalbinsel gezählt sind. Gesucht und gefunden wurde schließlich ein neuer Platz im alten Warnowarm südlich der Vorpommernbrücke. Vor genau einem Jahr konnte dort der neue Sportboothafen mit seinem schmucken und zweckmäßigen Vereinshaus eröffnen. Die im geschützten Hafen befindlichen 48 Liegeplätze sind alle vergeben. „Und zwar ausschließlich an unsere Mitglieder, die allerdings kein Anrecht auf ihren, sondern auf einen Platz haben“, sagt Hafenmeister Michael Schneider.

Vereinsvorsitzender Berg-mann verweist auf derzeit 110 Mitglieder – die höchste Anzahl seit der Vereinsgründung. Vom Opa bis zur Enkelin sind alle Altersklassen vertreten. „Wir haben einen ganzen Schwung junger Leute aufgenommen und sind dabei, unsere Jugendgruppe wieder aufzubauen“, sagt Egon Bartschat, der auf einem im Mai stattgefundenen Schnupperkursus Lust auf den Verein gemacht hat. „Da waren auch Jungs und Mä-dels dabei, die schon Bootserfahrung und tolle Runden hingelegt haben“, zeigt sich der Jugendwart optimistisch.


Nationale und internationale Rennen


Der WSV, der Mitglied im Deutschen Mortoryachtverband ist, beteiligt sich an der jährlich stattfindenden Rostocker Bootsmesse, nimmt an fahrtensportlichen Wettkämpfen, an nationalen und internationalen Motorbootrennen teil. Und im September organisiert er in Rostock einen Deutschen Meisterschaftslauf in den Altersklassen GT 6 und GT 15.

„Insgesamt geht es uns um die Wahrnehmung und Förderung des Motorbootsports sowie des motorisierten Fahrtenwassersports in all seinen Erscheinungsformen“, fasst Gerald Bergmann den Zweck des Vereins zusammen.

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