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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 23:35 Uhr

Markgrafenheide : Ein Hauch von Marokko

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hanane Spohn-Hmimda kam durch die Liebe nach Rostock / Sie hat im Baltic-Spa angeheuert und bekommt dort einen eigenen Bereich

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Auf den ersten Blick liegen zwischen Marokko und Markgrafenheide Welten. Kulturell, von der Entfernung, dem Naturell – von den Temperaturunterschieden sowieso. Dafür, dass es doch gut zusammenpassen kann, gibt es ein schönes Beispiel: Mit Hanane Spohn-Hmimda, Mitarbeiterin im Baltic Spa von Wencke Schürmann auf dem Campingplatz, ist ein Hauch von Marokko in Markgrafenheide eingezogen. Die 27-Jährige stammt aus Agadir. Sie hat verschiedene berufliche Abschlüsse, Stationen und Qualifikationen absolviert. Dann ist sie zum Robinson-Club Agadir gewechselt, dort erhalten die Mitarbeiter eine sehr vielseitige Ausbildung.

Dieser Schritt war beruflich und persönlich eine Schlüsselentscheidung: Dort traf sie Martin Spohn – Tennislehrer des Vereins Blau-Weiß in Warnemünde, der dort Tennis unterrichtet hat. „Wir waren anfangs nur Kollegen, die sich gut verstanden haben“, sagt sie. Aber irgendwann hat es gefunkt bei dem Tennislehrer, dessen Pläne eine Rückkehr nach Rostock vorgesehen hatten. „Und er hat mir gesagt, dass er mich heiraten und gern mitnehmen würde“, sagt Hanane.

Sie bat sich zwei Monate Bedenkzeit für die Antwort aus, auch die Eltern in Marokko stimmten dem Schritt zu. „Ich akzeptiere ihn“, sagte der Vater nach dem Kennenlernen zufrieden zur Tochter. Der junge Deutsche gefiel ihm, ein zuverlässiger Familienmensch, der seine Hanane aufrichtig liebt. Die Hochzeit wurde mit 450 Leuten und sehr viel Fröhlichkeit gefeiert. Das ist ein Unterschied für die Wahl-Rostockerin: „Bei uns ist viel mehr Tanz und Fröhlichkeit, hier in Rostock ist oft abends nicht viel los.“ Wie ihr Mann hat sie Rostock lieben gelernt, diese schöne Stadt, wo sie viele nette Menschen kennengelernt hat. Hier ist die gemeinsame Tochter Zafa-Ines geboren, sie ist der Sonnenschein der Eltern. Irgendwann wollte Hanane wieder arbeiten. Sie fand eine Anstellung in einem Wellness-Center in Schmarl, das ließ sich zeitlich nicht so gut mit dem Alltag der Familie vereinbaren. Dann bewarb sie sich im Baltic Spa Markgrafenheide. „Sie kam 25 Minuten zu spät, weil sie im Stau gesteckt hat und im Funkloch war“, sagt Chefin Wencke Schürmann. „Aber sie war so offen, so charmant und fachlich eine Perle für das Unternehmen, dass ich sie sofort angestellt habe“, sagt die Unternehmerin.

Und wegen der guten Qualifikation und des Lobs von den Gästen expandiert der Wellness-Bereich vom Baltic Spa jetzt. „Ich habe einen Kosmetikbereich für Hanane geschaffen. Außerdem wollen wir ein Hamman einrichten, das ist eine richtig schöne Dampfbadzeremonie“, sagt Schürmann. Hanane hat inzwischen so gut Deutsch gelernt, dass sie es auch mit ihrem Mann spricht. Tochter Zafa-Ines wächst zweisprachig auf: Mit ihrer Mutter redet sie arabisch und mit dem Papa deutsch.

Und auch sonst kommt Hanane langsam in Rostock an: „Dieser Winter ist der erste, wo ich nicht mehr so viele Schichten Sachen trage wie in den Vorjahren und weniger friere“, sagt sie. Damit zu Hause ein Hauch von Marokko ist, hat sie Möbel aus der Heimat geholt.

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