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Warnemünde : Ein grünes Kleinod nahe des Ostseestrandes

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ihr Kleingarten bietet Helga Buß und Burkhard Scheffler Erholung und Platz, um kreativ zu werden.

Ein kleines Paradies ist die rund 14,8 Hektar große Gartenanlage Am Moor mit ihren 406 Parzellen. Damit das so bleibt und das grüne Areal unweit des Ostseestrandes nicht irgendwann in eine Betonwüste verwandelt wird, engagieren sich in der Anlage mehrere Gartenfreunde. Zu ihnen gehören beispielsweise Peter Koch und Burkhard Scheffler. Nach dem Hochwasser im Sommer 2011 entschlossen sie sich aus Gesprächsrunden heraus einen Stammtisch und schließlich einen Beirat zu gründen. Dort wollten sie über die Zukunft der Gärten diskutieren. „Unser Ziel ist es, die Anlage zu einem attraktiven Kleingartenvereinspark auch für Jüngere umzugestalten. Schon jetzt finden neben den Gartenfreunden zahlreiche Jogger, Mädchen und Jungen aus Kindertagesstätten, ja sogar Passagiere von Kreuzfahrtschiffen bei uns Erholung inmitten der Natur“, sagt Peter Koch.

Der 76-Jährige hat gerade gemeinsam mit Burkhard Scheffler und anderen Gartenfreunden ein schmuckes Haupteingangstor gebaut. Gedanken haben sich die Männer auch hinsichtlich der räumlichen Gestaltung des Vereinsheims als geselligen Mittelpunkt gemacht. „Das wird eine weitere Baustelle“, weiß Burkhard Scheffler, der vor zehn Jahren gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Helga Buß in der Anlage Am Moor einen Garten übernommen hat. „Wir haben uns nach 40 Jahren kurz vorm Eintritt ins Rentenalter wiedergetroffen. Schnell stand für uns fest, dass wir neben unserer Wohnung gern auch einen Garten haben möchten. Zumal Burkhard handwerklich sehr geschickt ist“, lobt die ehemalige Krankenschwester das Können des 73-Jährigen, der 2003 von Wismar in seine Heimatstadt Rostock zurückgekehrt ist. Besonders freut sie sich über die mobilen Hochbeete, die der Architekt entworfen und gebaut hat. „Darin haben sich Tomatenpflanzen prächtig entwickelt. Und jetzt dienen sie den Herbstblumen“, sagt Buß stolz, die sehr experimentierfreudig ist. Beispielsweise hat sich nach der Aussaat dank ihrer Pflege eine Pflanze entwickelt, die zweierlei Früchte getragen hat. „Als die Tomatenernte vorüber war, haben wir die Kartoffeln aus der Erde geholt“, erinnert sich die Freizeitgärtnerin an den Erfolg.

Noch genießen Helga Buß und Burkhard Scheffler die Herbsttage in ihrem Garten. „Wir freuen uns immer wieder über die frische Seeluft, wenn wir aus dem Hansaviertel kommend in Warnemünde aus der S-Bahn steigen. Für uns ist das wie Urlaub. Wirklich, all die Warnemünder Kleingärten müssen erhalten werden. Sie sind ein grünes Kleinod entgegen dem Trend zu immer weiterer Bebauung und Zersiedlung“, so Helga Buß.

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