80. geburtstag : Ein großer Sohn des Landes

Horst Klinkmann: Ab heute leitet er in Rostock die elfte Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft.
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Horst Klinkmann: Ab heute leitet er in Rostock die elfte Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft.

Ministerpräsident Erwin Sellering würdigt die Verdienste von Prof. Horst Klinkmann auf Symposium

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15. Juli 2015, 08:00 Uhr

Große Ehre und Würdigung für Professor Horst Klinkmann. Mit einem Symposium unter dem Motto „Kooperieren, Netzwerken, Umsetzen“ haben Freunde, Weggefährten und Politiker aus der ganzen Welt das Lebenswerk des Rostocker Wissenschaftlers aus Anlass seines 80. Geburtstags gewürdigt. Die Verdienste des gebürtigen Teterowers als Mediziner sowie Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Politik, Kultur und Sport rückten die Festredner am Dienstag im Hotel Neptun in Warnemünde in den Mittelpunkt.

Günter von Sengbusch – gemeinsam mit seinen Professorenkollegen Wolfgang Schütt, Jörg Vienken und Herbert Wöltge Organisator des Kongresses – dämpfte allerdings gleich die Erwartung auf Vollständigkeit. Allein die wissenschaftlichen Leistungen von Horst Klinkmann an einem Nachmittag darstellen zu können, sei unmöglich. „Er hat Ziele erreicht, von denen andere nur träumen können“, sagte Günter von Sengbusch. Sie seien auf allen Gebieten nur durch die den Mitmenschen zugewandte Art Klinkmanns möglich gewesen.

Ebenso zeichne Horst Klinkmann aus, dass er nicht aufgebe, so Herbert Wöltge in der Laudatio. In ihr erinnerte der Redner auch an schwierige Situationen im Leben des Jubilars. Beispielsweise, als Horst Klinkmann 1992 als Chef der Rostocker Uni-Klinik für Innere Medizin entlassen wurde, weil die Nähe zur SED zu groß gewesen sein soll. Der Experte für künstliche Organe lehrte dann in Bologna.

„Ihnen ist es gelungen, Menschen aus den unterschiedlichen Disziplinen zusammen zu bringen“, so Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Klinkmann sei ein Weltenbummler, der die wissenschaftliche Welt nach Rostock geholt habe. Die Hansestadt habe ihm viel zu verdanken. Roland Methling verband seine wertschätzenden Worte mit dem Wunsch, dass Horst Klinkmann künftig für wichtige Entscheidungen in Rostock mit Rat und Tat zur Seite steht. „Ich habe da einen Wunschzettel“, sagte der Oberbürgermeister.

Einer Verneigung glich die Ansprache von Teterows Bürgermeister Reinhard Dettmann. Er bedankte sich bei Horst Klinkmann dafür, dass er die Ansiedlung von Unternehmen in seiner Geburtsstadt so vehement vorangetrieben hat, sich ebenso für kulturelle Belange einsetzte.

Am emotionalsten wurde es, als Hannelore Klinkmann ungeachtet des eigentlichen Programmablaufs das Wort ergriff und ihrem Ehemann mit einem selbst verfassten Gedicht auf Platt überraschte. Sie dankte ihm damit auch im Namen von Sohn Jens für die schönen gemeinsamen Jahre und ermahnte ihn zugleich liebevoll, künftig nicht mehr ganz so viel zu arbeiten. Vorerst wird das wohl nicht gelingen, denn schon heute beginnt in Rostock die elfte Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, für die Horst Klinkmann verantwortlich ist. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) würdigte die Lebensleistung des Vorsitzenden des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft und Präsidenten des Biotechnologie-Verbunds Biocon-Valley. „Professor Klinkmann ist ein wirklich großer Sohn unseres Landes“, sagte Sellering.

Klinkmann selbst äußerte sich zum Schluss des Symposiums: „Es war ein Erlebnis , für das es sich gelohnt hat, 80 Jahre zu leben. Ich habe heute vieles gehört, was ich Gutes getan haben soll. Einiges davon hatte ich schon vergessen. Vielen Dank meiner Familie und den Organisatoren und Gästen.“

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