Integratives Betreuungszentrum : Ein Fest für die Sinne

<p> Was gibt es denn leckeres zu Weihnachten? Kerstin Peters (l.) und  Anne Loose waren schon ganz neugierig, womit sie ihre Bewohner im Integrativen Betreuungszentrum überraschen dürfen. </p>
1 von 2

 Was gibt es denn leckeres zu Weihnachten? Kerstin Peters (l.) und  Anne Loose waren schon ganz neugierig, womit sie ihre Bewohner im Integrativen Betreuungszentrum überraschen dürfen.

Stadtmission überrascht die Bewohner des Integrativen Betreuungszentrums mit Weihnachtsessen und Geschenken

svz.de von
26. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Christoph Ponwitz hatte es nicht leicht im Leben. Zuerst starb seine Frau an Krebs. Wenige Jahre später verunglückte seine neue Lebensgefährtin bei einem Verkehrsunfall. Beide Söhne wurden von den inzwischen verstorbenen Großeltern großgezogen und der Vater verlor die Kinder völlig aus den Augen. ,,Ich weiß nicht, wo meine Söhne heute leben“, bedauert der gebürtige Doberaner. Eine Mehlstauballergie verschlimmerte die Situation in den schweren Zeiten zusätzlich und beendete seinen Berufsalltag als Bäcker, machte eine Umschulung unumgänglich.

Nach der Wende konnte Christoph Ponwitz sich als Forstarbeiter die ständig steigenden Mieten in Graal-Müritz nicht mehr leisten. Die Folgen waren der seelische Abgrund, Alkoholmissbrauch und Verwahrlosung. Seit diesem Zeitpunkt vor neun Jahren ist der 60- Jährige im Integrativen Betreuungszentrum (IBZ) der Diakonie untergebracht und hat sein Alkoholproblem mittlerweile hinter sich gelassen.

Im IBZ leben 150 Menschen aus sozialschwachen Verhältnissen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren, die im Alltag alleine nicht mehr zurechtkommen. Christoph Ponwitz hat sein Leben wieder zurückerobert und eine neue Aufgabe gefunden: ,,Ich pflege hier die gesamten Außenanlagen, denn ich brauche Bewegung“, sagte er und freute sich bereits auf das Mittagessen. ,,Weihnachtlich sollte es an allen drei Tagen schon sein“, so Diakonie-Mitarbeiterin Kerstin Peters und war selbst gespannt, was die Küche von Wohltat e.V. zum Fest der Liebe auf den Tisch bringen wird. Wenig später war es soweit. Die Entenkeulen mit Rotkohl und Klößen fanden Heiligabend dankbare Abnehmer mit glänzenden Augen. Peters erhielt noch Unterstützung von den Mitarbeiterinnen Anne Loose und Daniela Wagner. Mit dem rollenden Küchenbuffet wurden alle Wohnungen angesteuert und die Teller angerichtet. Weihnachtsgeschenke gab es für die Bewohner ebenfalls. Die wurden durch die Spenden der Rostocker mobilisiert, so Peters.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen