Internationaler Frauentag in Rostock : Ein Dank an alle Frauen

Eine kleine Aufmerksamkeit: Floristin Gabi Dewner (44) zaubert Gebinde für jeden Geschmack.
Eine kleine Aufmerksamkeit: Floristin Gabi Dewner (44) zaubert Gebinde für jeden Geschmack.

Internationaler Ehrentag bringt Frühlingssträuße in die Stube

svz.de von
08. März 2016, 08:00 Uhr

Ranunkeln, Tulpen, Anemonen oder Freesien: Für einen farbig-frischen Blumenstrauß ist am heutigen Internationalen Frauentag genau die richtige Gelegenheit. „Jede Frau freut sich über eine kleine Aufmerksamkeit und damit verbundene Wertschätzung“, sagt Angela Holz, Geschäftsführerin vom Floristik- und Deko-Geschäft Angelangt.

Aber es geht auch um mehr: Die Gleichberechtigung der Frau war schon 1911 – zum ersten Weltfrauentag – Schwerpunkt und ist es noch heute. „Ungleiche Bezahlung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind aktuell wichtige Themen“, sagt Rostocks Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Thielk. Sie will mehr Frauen in Führungspositionen und in die Politik bringen und ihnen beratend zur Seite sehen. „Frauen haben oftmals einen anderen Blick auf die Dinge und treffen andere Entscheidungen“, begründet sie.

Mit ihrer jahrelangen Arbeit hat Thielk schon viele Unternehmen für eine gendergerechte Arbeitsstruktur sensibilisiert, aber es gebe auch einige Bereiche, bei denen die Männerdomäne ungebrochen sei. Am heutigen Weltfrauentag möchte Thielk auf die Ungleichbehandlung verstärkt aufmerksam machen.

Damit auch Männer den Tag zu Ehren der Frau nicht vergessen, weist Angela Holz schon am Eingang ihres Geschäfts mit einem Schild darauf hin. „Sie kommen meistens sehr kurzfristig“, weiß Holz. In den vergangenen Tagen hatte ihr Team bereits alle Hände voll zu tun. Hauptsächlich Firmen haben für ihr weibliches Personal Blumengebinde bestellt. Für ihre Angestellten hat sich Holz auch schon eine Kleinigkeit ausgedacht: „Gegen Mittag werden wir mit einer Flasche Prosecco anstoßen.“ Vielleicht gibt es dann noch einen kleinen Blumenstrauß für die Kollegen. Verwundert ist Holz immer wieder darüber, dass viele Zugezogene aus den alten Bundesländern mit dem Weltfrauentag kaum etwas anfangen können.

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