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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 13:07 Uhr

Vereinscheck : Ein Chor mit Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

50 Sängerinnen und Sänger halten sich fit mit Musik und wahren Traditionen. Publikum schätzt Interpretationen des Liedguts.

Jeden Mittwoch um 19 Uhr singt und klingt es in der Schmarler Krusensternschule. Dort, in der ehemaligen Aula in der vierten Etage des Gebäudes, treffen sich die rund 50 Sängerinnen und Sänger des Schmarler Volkschores zu ihrer wöchentlichen Probe. Und das seit nunmehr 32 Jahren.


Beitrag zur Bewahrung des Kulturerbes


Damals, 1984, haben die Schmarlerinnen Dora Fleht, Ursula Grell und Christa Radtke einen Aufruf zur Gründung eines Chores in ihrem Stadtteil gestartet. Tatsächlich fanden sich 70 Sangesfreudige, die aktiv sein und in ihrer Freizeit einem Hobby nachgehen wollten. „Bis heute pflegt der Chor das Volksliedgut, womit wir einen Beitrag zur Bewahrung dieses Kulturerbes leisten“, sagt Gerhard Faatz, der im Jahre 1991 als Präsident des Chorverbandes die Schmarler besuchte und während einer Probe erfuhr, dass das gemeinsame Singen auf Messers Schneide steht. Denn ein Chorleiter fehlte.


Orchestermusiker dirigiert die Truppe


„Nun werden es im Herbst schon 25 Jahre, dass ich den Hut aufhabe“, blickt der ehemalige Orchestermusiker, der an der Hochschule Franz Liszt in Weimar Chor- und Orchesterleitung studiert hat, zurück. 1991, so erinnert sich der damalige künstlerische Leiter des Klubhauses und Chef des Kammerchors der Neptunwerft, war er bereits Vorruheständler, sodass er ein weiteres Ehrenamt übernehmen konnte. „Auch wenn dieser Volkschor aus Laien besteht, ich habe mit den Mitgliedern stets genauso hart gearbeitet wie mit dem Kammerchor“, versichert der Dirigent.


„Singen, das hält jung“


Zum Repertoire des Schmarler Volkschors gehören nationale und internationale Volkslieder, teilweise mit eigenen Sätzen, Spirituals- und Gospelgesänge, Werke alter Meister sowie zeitgenössischer Komponisten. „Der Chor ist jeden Tag anders. Und auch unser Programm ist bei jeder Veranstaltung neu. Aber natürlich gibt es einige Lieder, die wir besonders gern zu Gehör bringen“, sagt der Chordirektor. Dabei denkt er an das „Ännchen von Tharau“, die „Loreley“ oder „Auf einem Baum“ ein Kuckuck saß.

Beifall, da ist sich Gerhard Faatz sicher, gibt es aber nicht einfach für dieses oder jenes Lied, sondern vor allem für die Interpretation, die er als Handwerkszeug des Dirigenten bezeichnet.

Neben dem gemeinsamen Singen haben die Vereinsmitglieder auch zahlreiche Reisen unternommen, treffen sich zur jährlichen Wanderung im Sommer und pflegen die Geselligkeit. „Singen in unserem Chor, das hält jung“, versichert der 84-Jährige.

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