Weihnachts-Vorbereitungen : Ein Baum aus der Rostocker Heide

Sie schlagen den ersten Weihnachtsbaum der Saison im Rostocker Heidewald: Revierförster Roger Kähler (l.) und Forstamtsleiter Jörg Harmuth mit seinem Dackel Caps.
Sie schlagen den ersten Weihnachtsbaum der Saison im Rostocker Heidewald: Revierförster Roger Kähler (l.) und Forstamtsleiter Jörg Harmuth mit seinem Dackel Caps.

Der Verkauf der Tannen und Kiefern startet am 10. Dezember ab 9 Uhr.

svz.de von
02. Dezember 2014, 11:00 Uhr

Auch in diesem Jahr kommt der Weihnachtsbaum, der vor der Warnemünder Vogtei aufgestellt wird, traditionell aus dem Rostocker Heidewald. Mehrere Kirchen sowie Schulen in Trägerschaft der Hansestadt erhalten auf Wunsch ebenfalls eine Fichte in passender Größe.

Mit dem Schlagen von mehr als 1000 Weihnachtsbäumen beginnen die Mitarbeiter des Rostocker Forstamtes in diesen Tagen. Der Start zum Verkauf der Fichten und Kiefern erfolgt in der alten Forstbaumschule in Hinrichshagen am 10. Dezember um 9 Uhr. „Auf einer Fläche von 13 Hektar haben wir speziell für diesen Anlass Bäume angepflanzt. Sie wachsen ohne Dünger und sind daher auch für Allergiker geeignet“, sagt Jörg Harmuth. Der Leiter des Stadtforstamtes verrät aber auch, dass weitere fast 1000 Bäume zugekauft werden müssen. Dabei handelt es sich um Nordmanntannen, die im Sauerland geschlagen werden. „Weihnachtsbäume, an denen sich leider gern die Sit-kafichtenröhrenlaus labt, benötigen sehr viel Fläche und Dünger, will man dieses Geschäft mit Gewinn betreiben“, sagt Roger Kähler. Eigentlich, so der für das Revier Schnatermann und für den Weihnachtsbaumverkauf zuständige Revierförster, gibt es reichlich Anbieter von Weihnachtsbäumen. „Dennoch wollen wir den Rostockern mit unserem Angebot einen besonderen Service bieten. Unsere Mitarbeiter sind mit viel Engagement dabei, verlegen ihren Arbeitsplatz freiwillig für ein paar Wochen vom Wald in die Forstbaumschule“, sagt Kähler. Für viele Rostocker ist es etwas ganz Besonderes, kurz vor Weihnachten einen Spaziergang im Heidewald zu unternehmen und schließlich einen Baum inmitten der Natur zu erwerben. Forstoberrat Harmuth gibt einen fast romantischen Ausblick: „Das ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Zumal wir am 13. Dezember zum traditionellen Weihnachtsbasteln in die Holzhütte einladen und am Lagerfeuer Glühwein sowie Deftiges aus der Gulaschkanone anbieten.“ Den Wunsch mancher Rostocker, ihren Baum selbst zu schlagen, lehnt Revierförster Kähler aus logistischen Gründen ab. „Wenn wir pro Wochenende um die 500 Bäume verkaufen, sind also auch etwa 500 Fahrzeuge zu uns unterwegs. Alle Wege wären dicht, das Chaos programmiert“, ist er sich sicher.

Wie hält der stolze Besitzer seinen Baum möglichst lange frisch? Auf diese häufig gestellte Frage geben Kähler und seine Kollegen gern Antwort. „Wir empfehlen, diesen an einem schattigen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit, also Balkon, Terrasse oder im Garten, im Verpackungsnetz aufzubewahren. Vor dem Aufstellen – möglichst erst am 24. Dezember – raten wir, eine dünne Baumscheibe abzusägen und den Baum in einen Ständer mit Wasser zu stellen. Wenn man dann ab und zu das Grün mit Wasser besprüht, dürfte das Schmuckstück seine Besit-zer lange erfreuen“, sagt Roger Kähler.

Verkaufsschluss in der alten Forstbaumschule ist am 20. Dezember um 16 Uhr. Allerdings sagt Forstamtsleiter Harmuth: „Vorausgesetzt, der Vorrat reicht.“

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