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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 03:11 Uhr

Neue Haltestelle : Ein Bahnanschluss für die Heide?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadtforstamt prüft Potenzial eines eigenen Haltepunktes und lädt zusammen mit dem Köhlerhof zum 9. Rostocker Waldtag ein

von
erstellt am 03.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Das Stadtforstamt arbeitet an einem eigenen Bahnanschluss für die Rostocker Heide. „Wir nehmen gerade eine Potenzialanalyse vor“, sagt Amtsleiter Jörg Harmuth. Ziel sei es, perspektivisch die Erreichbarkeit ohne Auto zu verbessern. Dafür fehle nur ein Haltepunkt – die Gleise führen ohnehin schon durch den mit rund 6000 Hektar größten geschlossenen Küstenwald Deutschlands.

Dass dieser bei Einheimischen und Urlaubern beliebt ist, belegt unter anderem die Fahrradzählstation auf dem Weg nach Graal-Müritz. Sie hat allein im vergangenen Jahr 80 000 Radler erfasst. Diese Masse birgt allerdings auch Konfliktpotenzial, wie Hans-Ulrich Thon vom gleichnamigen Fahrradverleih in Graal-Müritz betont: „Die Wege sind mittlerweile voll, insbesondere beim internationalen Ostseeküstenradweg heißt es immer wieder, der sei viel zu schmal für Radfahrer, Fußgänger und Skater. Wir sind an einer Kapazitätsgrenze angelangt.“ Er fordert den Bau breiterer Rad- und Wanderwege, um den Erholungseffekt für die Besucher zu erhalten.

Denn genau dafür ist die Rostocker Heide da, sagt Stadtförster Harmuth: „Die Leute sollen ein bisschen runterkommen, ohne dass wir ihnen alles vorgeben.“ Das ist auch das Ziel des 9. Rostocker Waldtags, zu dem Stadtforstamt, Tourismuszentrale, Köhlerhof Wiethagen, Freiwillige Feuerwehr Gehlsdorf und Hans-Ulrich Thon am Sonnabend, 10. September, einladen. Zwischen 10 und 15 Uhr erwartet Besucher am Stadtforstamt ein Programm für die ganze Familie, der Köhlerhof hat sogar bis 17 Uhr geöffnet. Ein Höhepunkt ist die Hebebühne, die in 35 bis 40 Metern den Blick bis nach Warnemünde freigibt. Am Boden stehen eine Hüpfburg, Stände zum Basteln, zur Yoga-Beratung und Stressmessung, für Kräuter-Tipps oder auch für Infos rund um die kommunale Waldbewirtschaftung. „Wir werden auch wieder Geweihe versteigern – das ist immer ein großes Gaudium“, sagt Harmuth. Zudem gibt es Motorsägenvorführungen und -wettbewerbe und Thon verleiht Fahrräder sowie Tretmobile für Spazierfahrten.

Auf dem Forst- und Köhlerhof führen Holzbildhauer und Kunsthandwerker ihre Arbeit zum Mitmachen vor, gibt es Lagerfeuer und Stockbrot und ist unter anderem der Teerofen in Betrieb. Die kulinarische Versorgung übernimmt der Förderverein Feuer und Flamme der Freiwilligen Feuerwehr Gehlsdorf. Er hält unter anderem zwei Wildschweine aus der Heide bereit.

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