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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 03:08 Uhr

Eifersucht im Pinguin-Haus: Emma flirtet fremd

vom

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2012 | 09:57 Uhr

Rostock | Das große Eifersuchtsdrama im Rostocker Zoo: Seit Wochen kämpfen zwei Pinguin-Brüder um die Gunst von Emma.

Es begann ganz harmlos. Im Pinguin-Gehege herrscht Männer-Überschuss. Acht erwachsene Weibchen und elf Männchen leben dort. Das bedeutet potenzielle Konkurrenz. Humboldt-Pinguin Willi erfährt das gerade schmerzlich am eigenen Leib. Er hat sich letzten Sommer verliebt. Die zweijährige Pinguindame Emma sollte es sein. Dass ausgerechnet sein älterer Bruder Momo ihm dabei in die Quere kommt, konnte Willi nicht ahnen. Als Willi Emma näher kam, mischte Momo sich ein. "Im August hat sie sich für Momo entschieden." Tierpflegerin Petra Reemer hat die ganze Liebesgeschichte verfolgt, bangt mit den Pinguinen. Im November begann Emma den Nestbau. Sie ist bald geschlechtsreif, will sich schoneinmal vorbereiten auf den neuen Lebensabschnitt. Als Momo Emma dann Nistmaterial anbot, wurde es Willi zu viel. Er attackierte seinen älteren Bruder, kämpfte für seine Liebe. Willi hat seinen Bruder gebissen, ausgerechnet am Schnabel. "Da blutet es besonders stark", sagt Reemer. Die Schnabel-Partie ist empfindlich. Momo musste ärztlich versorgt werden und brauchte eine Zeit allein, um sich zu kurieren.

Willi nutzte die Gunst der Stunde. Und auch in Emma flammten die alten Gefühle wieder auf. Sie ließ Willi in ihr Nest, ihre Wohnung. Ein schwerer Schalg für Momo aber vielleicht endlich Happy End für den jungen Pinguin Willi? - Leider nein. Emma weiß einfach nicht was sie will. "Sie ist in der Findungsphase", sagt Pflgerin Reemer. Die Pinguin-Dame sei auch fast noch minderjährig. Ihre intensiven Bemühungen um einen Partner wären eigentlich erst ab Mai sinnvoll, weiß die Tierpflegerin. Aber Emma hat es eilig. Jetzt werben auch noch Tristan und Karuso um ihre Gunst. Auch der mittlerweile genesene Momo konnte sein Spiel so nicht machen. Willi hat es aber stärker getroffen. "Er ist gerade ein richtiger Stinkstiefel", sagt Reemer. Bevor er wieder aggressiv wird, haben die Pfleger ihn vorerst von den anderen und vor allem von seinen drei Gegenspielern getrennt. Er muss sich beruhigen, vielleicht sogar über Emma hinwegkommen. Im Frühjahr wird sich zeigen auf wen Emmas Wahl fällt. "So spielt das Leben", sagt Reemer.

Damit sich die Fehde aber nicht wiederholt, mühen sich die Pfleger um drei neue Weibchen. Vielleicht ist ja auch die richtige für Willi dabei. Andere Pinguine hatten schon Glück. Drei Weibchen haben gesunden Nachwuchs bekommen. Sechs kleine Pinguine, die im Dezember geboren sind tummeln sich im Pinguinhaus.

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