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18. Oktober 2017 | 04:16 Uhr

Ehrenamtsball für die stillen Helden des Alltags

vom

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 06:28 Uhr

Warnemünde | Mehrere Jahre hat es gedauert, doch nun ist es wieder so weit: Das Gemeinsame Haus Rostock organisiert zum dritten Mal den Ehrenamtsball. 200 geladene Gäste werden am 14. September im Warnemünder Kurhaus das Tanzbein schwingen. Der Ball wird zu Ehren derjenigen veranstaltet, die sich im Bereich behinderter und chronisch kranker Menschen engagieren. "Diese Menschen werden zu Recht als Helden des Alltags bezeichnet. Es sind Tausende, die sich für andere einsetzen", sagt Petra Kröger, Behindertenbeauftragte der Hansestadt Rostock. "So ein Event gibt es bundesweit kein zweites Mal."

Der Ehrenamtsball existiert seit 2008 und wurde auf Initiative von Oberbürgermeister Roland Mehtling (parteilos), dem damaligen Geschäftsführer des Unternehmer-Verbandes Rostock, Dr. Ulrich Seidel (FDP), und der Vize-Vorsitzenden des Vereines Gemeinsames Haus, Brigitte Schneider, ins Leben gerufen. "Es ist eine tolle Sache, Rollstuhlfahrer auf der Tanzfläche zu erleben", findet Schneider. Sie leidet selbst an einer starken rheumatischen Erkrankung. 1990 hat sie den Aufbau der Rheumaliga in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Seit mehr als 23 Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich. "Das ist nicht ganz uneigennützig. Indem ich etwas für andere tue, helfe ich mir selber. So bleibe ich in der Gemeinschaft." Ihr Ziel ist es, Betroffenen dabei zu helfen, mit ihrer Situation umgehen zu können. "Jeder Einzelne ist wichtig und jeder hat nur ein Leben, egal mit welchem Handicap. Ich möchte den Leuten Mut geben."

Schneider ist dankbar für die Vereine, Verbände und Einzelpersonen, die sich tagtäglich ehrenamtlich engagieren. "Ich sage immer, dass unsere Arbeit unbezahlbar ist." Für den Ehrenamtsball wünscht sie sich nur eins: "Dass er zur Tradition wird. Es ist ein Ball für die Menschen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen. Und er passt einfach zu dem Motto "Ein schönes Stück Rostock’." Vor allem durch Privatspenden kann die Veranstaltung in diesem Jahr realisiert werden. "Wir sind auf Spenden angewiesen", sagt Schneider. "Es ist schön, dass es viele Leute gibt, die den Ball unterstützen."

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