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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 11:04 Uhr

Sanitätsdienst : Ehrenamtliche brauchen Fahrzeug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker DRK muss neuen Rettungswagen für die Bereitschaft anschaffen.

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2017 | 08:00 Uhr

21 200 Stunden ihrer Freizeit haben die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im vergangenen Jahr für die Sicherheit der Rostocker eingesetzt. Ob Heimspiele des FC Hansa, Marathon, Hanse Sail oder Felix Jähn Konzert – bei den Großveranstaltungen in Rostock und dem Umland sind die Männer und Frauen vom Sanitätsdienst immer dabei.

Ebenfalls im Dauereinsatz ist dabei der Rettungstransportwagen – um die Ehrenamtler zum Einsatz zu bringen, aber auch, um im Ernstfall Verletzte zu versorgen. Lange hält das aktuelle Fahrzeug aber nicht mehr durch. „Wir haben ihn schon gebraucht gekauft, jetzt hat er insgesamt zwölf Jahre und fast 250 000 Kilometer auf dem Buckel und fängt an, durchzurosten“, sagt Marco Hinz, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter des DRK. Doch ein neues Modell ist teuer – rund 120 000 Euro. „Den Hauptteil der Kosten macht der Ausbau des Fahrzeuges aus“, sagt Jürgen Richter, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes.

Da der Rettungswagen für die Absicherung der Sanitätsbereitschaft und für die Ausbildung der Ehrenamtler genutzt wird und nicht für den Rettungsdienst oder Katastrophenschutz, kann das DRK bei der Finanzierung nicht auf Unterstützung von Stadt oder Land zählen. Dafür aber auf private Spender wie die Maschinenbau und Umwelttechnik (MBU) GmbH. Geschäftsführer Heiko Harder hat jetzt zusammen mit Gesellschafter Uwe Koch 1000 Euro als Spende für das neue Fahrzeug überreicht. Die Summe stamme von den Mitarbeitern und wurde von der Geschäftsleitung aufgestockt, so Harder.

„Um weitere Ehrenamtler zu finden, ist eine vernünftige Ausstattung wichtig. Außerdem nehmen auch die Veranstaltungs- und Sicherheitsanforderungen zu“, begründet Jürgen Richter die Notwendigkeit der Neuanschaffung. Gut ein Vierteljahr würde es nach der Bestellung dauern, bis der neue Rettungswagen einsatzbereit sei. „Dann verbessern sich die Zustände nicht nur für die Einsatzkräfte, sondern auch für Patienten, weil zum Beispiel die Liegen besser gefedert sind“, zählt Marco Hinz technische Fortschritte des 3800 Kilogramm schweren Fahrzeuges auf.

Im Rostocker Kreisverband sind derzeit 184 Männer und Frauen engagiert – 48 davon sind 2016 neu dazugestoßen. „Das ist eine hohe Zahl. Viele hatten innerhalb der Flüchtlingshilfe erstmals Kontakt zu uns und sind dabei geblieben, aber auch Medizinstudenten zählen zu den Neuzugängen“, sagt Hinz. Geleistet wurden 2016 unter anderem 14 000 Stunden Sanitätsdienst. Hinzu kommen noch Verpflegungsdienste sowie Einsätze für Werbung und Öffentlichkeit zum Beispiel beim Welt-Erste-Hilfe-Tag in der Innenstadt. In der Bilanz stehen außerdem noch 160 Stunden Führungskräfte- und 2742 Stunden allgemeine Ausbildung, deren Einhaltung auch von der Stadt kontrolliert wird.

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