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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 15:10 Uhr

Ehemann löst Polizei-Großeinsatz aus

vom

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2012 | 09:00 Uhr

Rostock | Einen schlechten Scherz hat sich am Sonnabend ein 57-Jähriger erlaubt - und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Gegen 18.20 Uhr wählt er die Notrufnummer. Der volltrunkene Mann behauptet, er habe Probleme mit seiner Frau, es habe einen heftigen Streit gegeben. Seine schreckliche Drohung: Er wolle seine Gattin erschießen. Beim Rostocker Polizeipräsidium werden sofort erste Schritte eingeleitet. Dann folgt ein zweiter Anruf: Wieder ist der Rostocker am Telefon. Er habe nun bereits den ersten Schuss abgegeben.

Unverzüglich machen sich Polizeivollzugsbeamte des Hauptreviers Reutershagen auf den Weg zur Wohnung des Anrufers. Auch Rettungskräfte fahren im Südring vor - auf das Schlimmste gefasst.

Volltrunkener wehrt sich vehement gegen Beamte

Vor Ort öffnet die Ehefrau den Beamten die Tür. Sie ist unversehrt und erwartet die Einsatzkräfte bereits. Die 54-Jährige erklärt: Ihr Mann sei zum Angeln in den Stadthafen gefahren. Den verdutzten Polizisten berichtet sie, ihr Gatte sei dort mit anderen Personen aneinander geraten. Es habe Probleme gegeben. Darum habe der 57-Jährige den Notruf gewählt. Sie selbst sei nie in Gefahr gewesen.

Daraufhin fahren die Polizeikräfte in den Stadthafen, um dort nach dem dreisten Anrufer zu suchen. Ohne Erfolg. Kein Wunder, denn der stark alkoholisierte Hobby-Angler hatte sich bereits auf den Heimweg gemacht. Etwa eine Stunde nach dem ersten Notruf schnappen die Polizisten den 57-Jährigen schließlich. Mit seinem Fahrrad, Angel und Köder auf den Gepäckträger geschnallt, ist er in Richtung seiner Wohnung unterwegs.

Als die Polizisten den Volltrunkenen ansprechen, reagiert dieser mit Beschimpfungen. In seiner Aggression versucht er, nach den Polizeibeamten zu treten. Seine Angelausrüstung dient ihm bei seinem Wutausbruch schließlich als Wurfgeschoss.

Die Beamten fackeln nicht lange und bringen den Trunkenbold mit ein paar schnellen und einfachen Handgriffen zu Boden. Sie führen ihn ab. Die Atemalkoholkontrolle ergibt: Der Freizeit-Fischer hat mehr als 2,5 Promille vorzuweisen.

Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens

Schließlich wird ihm noch Blut abgenommen, damit der Alkoholeinfluss mit noch genaueren Werten unterlegt werden kann. Denn die glücklicherweise leeren Drohungen des Mannes werden für ihn nicht ohne Folgen bleiben. Die Polizei hat Anzeige erstattet wegen Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten, Trunkenheit im Verkehr und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Eine Schusswaffe fanden die Beamten übrigens nicht unter den Habseligkeiten des Rostockers.

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