Warnemünde : Ehemaliges Doktorhus wird jetzt zu einem Hotel

Im ehemaligen Doktohus an’n Strann’ haben die Bauarbeiten begonnen. Wo Ärzte ihr Domizil hatten, entsteht das Hotel. Fotos: mapp
Im ehemaligen Doktohus an’n Strann’ haben die Bauarbeiten begonnen. Wo Ärzte ihr Domizil hatten, entsteht das Hotel. Fotos: mapp

René Lange aus Warnemünde bekommt Baugenehmigung / Arbeiten sollen zehn Monate dauern

svz.de von
22. April 2015, 14:00 Uhr

Es hat Seltenheitswert, dass jemand zum Retter eines Hauses wird, in dem er selbst zur Welt kam. Aber bei Immobilienmakler René Lange aus Warnemünde ist das so. Im August 1967 wurde er im Geburtshaus in der Kurhausstraße 1 geboren. In der 1921 erbauten Villa befand sich noch bis Ende der 1960er-Jahre eine Entbindungsstation.

Das Haus war jetzt gegen Höchstgebot vom Eigenbetrieb für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung ausgeschrieben worden. Anfangs gab es zwei Interessenten für die Immobilie in Top-Lage, auch viel Gegenwind aus verschiedenen Bereichen und eine Menge Skepsis. Nach langem Hin und Her erhielt Lange den Zuschlag und baut das ehemalige Doktorhus an’n Strann’ nun zu einem Hotel um. Wenn man den Bezug zur ursprünglichen Nutzung des Hauses noch einmal sinnbildlich herstellen will, kann man sagen, dass es bis zum Baubeginn eine schwere Geburt war.

Und dennoch geht es jetzt voran: Die Baugenehmigung aus der Hansestadt liegt vor, die Arbeiten sind bereits gestartet. Aus dem ehemaligen Ärztehaus entsteht ein Hotel mit 30 Zimmern, einer Rezeption, einem Bistro, einer Lounge und einem kleinen Beauty-Bereich mit Sauna und Massagen. Lange sieht diesen keinesfalls als Konkurrenz zu den benachbarten Hotels mit den Spa-Bereichen. Das lasse sich in der Dimension nicht vergleichen. Da kann und will er gar nicht mithalten. Das Turmzimmer mit einer Größe von 30 Quadratmetern wird auch ausgebaut, es soll eine Dachterrasse geben und zwei weitere Balkone. „Alles angepasst an die Bauten in der Kurhausstraße“, sagt Lange. Das Haus wird mit einem Fahrstuhl ausgestattet, sodass damit auch ein Stück Barrierefreiheit gegeben sein wird.

Ein kniffliges Unterfangen wird der Umbau des Souterrains. „Es erfordert wegen der geringen Deckenhöhen einen baulichen Ausgleich, und das wird nicht einfach“, sagt Lange. Insgesamt rechnet er mit mindestens zehn Monaten Bauzeit. Aber auf einen konkreten Fertigstellungstermin lässt er sich nicht festlegen.

Stellplätze hat Lange nicht im Umfeld. „Die miete ich für meine Gäste an“, sagt er. Wenn das Hotel fertig ist, wird er noch Personal einstellen.




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