zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Bahnhof : Echter Service sieht anders aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Es fehlen weit sichtbare Hinweistafeln für den Ersatzverkehr in Warnemünde / Vor allem Urlauber fühlen sich schlecht informiert

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Am Warnemünder Bahnhof spielen sich derzeit täglich die gleichen Szenen ab. Seit die S-Bahnen wegen der Baumaßnahmen an der Stromgrabenbrücke nur bis zum Haltepunkt Werft fahren, gucken Urlauber ratlos angesichts der neuen Verkehrssituation.

Angelika und Ralf Büttner aus Machern bei Leipzig geht es auch so. Das Ehepaar macht hier Urlaub. „Wir haben zwar erfahren, dass die S-Bahnen nicht mehr bis zum Bahnhof fahren, vermissen aber bessere Beschilderungen und Hinweise“, sagen sie. „Und das nicht nur am Bahnhof, sondern möglichst schon in den Hotels“, so Angelika Büttner. Dass die Deutsche Bahn mit Informationen sparsam umgeht, verwundert sie nicht: „Diese Art der Servicequalität ist für die Bahn nicht ungewöhnlich.“ Für Außenstehende erscheint die Lösung einfach: Neben einer guten Karte sollte es weit sichtbare Hinweistafeln geben. „Das könnte man dort machen, wo die Abfahrtsanzeigen sind“, findet die Urlauberin.

Ähnliche Ignoranz bei den Informationen spüren Urlauber auf der Seite der Fähre zwischen Hohe Düne und Warnemünde. Auch hier fehlen Schilder, die die Passagiere darüber informieren, dass sie zum Kirchenplatz zum Bus gehen könnten oder einfach gerade Richtung Haltepunkt Werft über die Straße Am Passagierkai. Im besten Fall müssten diese Beschilderungen zweisprachig sein – selbst wenn es jetzt weniger Kreuzfahrtgäste gibt, bleibt Warnemünde ein Touristenmagnet.

Die Deutsche Bahn räumt Defizite ein. „Wir kümmern uns gerade. Die Wegeleitung ist in der Tat nicht in Ordnung“, sagt Bahnsprecher Gisbert Gahler. Die Hansestadt hingegen ist der Ansicht, dass der Zusatzverkehr auf der Linie 37 zum Warnemünder Ortskern gut angenommen wird. In dem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass dem Wunsch des Ortsbeirates Markgrafenheide nicht entsprochen werden könne. „Eine direkte Anbindung an die Fähre und den Bahnhofsvorplatz erscheint nicht sinnvoll“, heißt es in dem Schreiben der Stadt. Und für einen Schienenersatzverkehr, wie vom Ortsbeirat Heide gefordert wird, liegt die Zuständigkeit beim Land Mecklenburg-Vorpommern. „Das Land nimmt diese Verantwortung wahr, indem es sich an Mehrkosten für den Zusatzverkehr auf Linie 37 beteiligt“, heißt es im Schreiben. Obwohl die Stadt schreibt, dass die Antwort dem Beirat vermittelt wurde, liegt Vorsitzendem Jürgen Dudek (Rostocker Bund) nichts vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen