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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 00:17 Uhr

Interview : Dvorák im 5. Philharmonischen Konzert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Professor Julian Steckel von der Hochschule für Musik und Theater spielt das Solo-Cello

Heute, morgen und am Montag spielt die Norddeutsche Philharmonie unter der Leitung von Marzio Conti Dvoráks Konzert in h-Moll für Violoncello und Orchester. NNN-Autor Richard Birkholz sprach mit dem Solisten Julian Steckel.

NNN: Wie kamen Sie zu Ihrer Professur an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT)?

Steckel: Ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Solostelle am Rundfunkorchester in Berlin. Ich kannte damals bereits den HMT-Professor Matthias Kirschnereit. Er wies mich darauf hin, dass an der Hochschule eine Stelle frei war, und schlug mir vor, mich zu bewerben. Das war genau das, was mir vorschwebte: die Kombination aus Spielen und Unterrichten. Damals war ich 27, habe die Stelle aber bekommen.

NNN: Sie wohnen in Berlin, unterrichten aber in Rostock. Wie regeln Sie das?

Steckel: Ich pendle sehr viel, meistens mit dem Auto. Auf dem Papier wohne ich zwar in Berlin, bin aber ebenso viel dort wie unterwegs oder in Rostock.

NNN: Haben Sie das Dvorák-Konzert schon einmal gespielt?

Steckel: Ich habe es schon sehr oft gespielt. Das Stück gehört zum Standard-Repertoire eines jeden Cellisten. Es ist ein sehr langes Stück und technisch anspruchsvoll. Viele sagen, es sei das komplexeste Cellokonzert. Es ist alles drin, was das Instrument hergibt, auch toll orchestriert. Ich freue mich immer, wenn ich nicht spielen muss und das Orchester erklingt. Dann habe ich das Gefühl, ich sitze in einem Sinfonie-Konzert, habe aber den besten Platz, nämlich auf der Bühne. Im Stück sind viele volkstümliche Elemente enthalten, Melodien, die direkt aus Tschechien kommen. Es steckt sicher viel Heimweh darin, Dvorák schrieb das Stück während seiner Zeit in New York. Als ich das Konzert das letzte Mal gespielt habe, war ich in China. Da konnte ich richtig die Sehnsucht nachvollziehen, die Dvorák damals nach Europa hatte.

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erstellt am 25.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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