Durchbruch im Neptun-Tarifstreit

Das Hotel Neptun Foto: dpa
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11. Juli 2012, 08:27 Uhr

Warnemünde | Der Tarifstreit zwischen der Belegschaft vom Hotel Neptun und der Geschäftsführung des Fünf-Sterne-Hauses ist beendet. Christiane Walter von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten (NGG) und die Geschäftsführung des Neptun-Hotels haben jetzt einen Tarifabschluss vereinbart. Demnach erhöhen sich die tariflichen Einkommen für die rund 200 Beschäftigten ab dem 1. Januar 2013 um drei Prozent.

"Die Unterschriften der Beschäftigten für eine faire Lohnerhöhung haben ein Einlenken der Geschäftsführung bewirkt", sagt Walter. Die Belegschaft hatte mit mehreren Aktionen ihrem Unmut Luft gemacht. "Wir bieten Qualität und wollen dafür auch ein Qualitätsgehalt", hatte Monika Ruschel vom Betriebsrat im Namen der Mitarbeiter erklärt.

Der vereinbarte Tarifvertrag kann erstmals zum 31. Januar 2014 gekündigt werden. Auch für die Auszubildenden verbessert sich die Entlohnung: "Sie erhalten ab 1. September 2012 zwischen 3,3 und 5,8 Prozent mehr Ausbildungsvergütung", sagt Walter. Das sind im ersten Ausbildungsjahr 450, im zweiten 500 und im dritten Ausbildungsjahr 650 Euro.

"Aus meiner Sicht sind alle Beteiligten mit dem Tarifabschluss zufrieden", sagt Hotel-Chef Guido Zöllick. "So eine Verhandlung ist immer mit einem Kompromiss für beide Seiten verbunden", so der Hotel-Direktor weiter. Beide Parteien seien aufeinander zugegangen. Er hofft, dass mit der Beendigung des Streites wieder Ruhe ins Unternehmen einkehrt und alle sich auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren können. "So ein schwebendes Tarifgeschehen bringt immer Unruhe in ein Unternehmen", sagt Zöllick und ergänzt: "Dennoch war der Umgang der Mitarbeiter und der Geschäftsführung untereinander auch während der Zeit immer respektvoll."

Die Gewerkschaft NGG forderte ursprünglich fünf Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter, das Fünf-Sterne-Hotel war lediglich bereit, 1,5 Prozent mehr Lohn zu zahlen - das hätte monatlich 22 Euro brutto für die Angestellten bedeutet. Mit die drei Prozent mehr Lohn erhalten die Mitarbeiter 44 Euro brutto mehr im Monat. Mit dem Ergebnis sind die meisten zufrieden.

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