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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 19:52 Uhr

Droht jetzt doch die Verschrottung der Büchner?

vom

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2013 | 07:49 Uhr

Rostock | Im Fall der "Georg Büchner" steht alles wieder auf Null: Der ursprüngliche Käufer des Schiffes, der es verschrotten lassen wollte, kann seine Pläne womöglich doch noch in die Tat umsetzen. "Wenn sich niemand findet, der das Schiff als Denkmal erhalten will und kann, kann man es auch nicht erzwingen", sagt der Leiter des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege, Dr. Michael Bednorz.

Gestern war erstmals ein Vertreter des ursprünglichen Käufers in Rostock, um mit Bednorz und Insolvenzverwalter Dr. Tobias Schulze über den Verkauf der "Büchner" zu verhandeln. Mittlerweile ist klar, wer hinter dem anonymen Käufer steckt: die Ein-Mann-Gesellschaft Agent Ventures Limited, die auf den Seychellen registriert ist. Mit den Vertretern des Unternehmens möchte Schulze nun Details bereden. Das erste Gespräch sei sehr gut verlaufen. Ende des Monats hofft er Gewissheit zu haben, was aus der "Büchner" wird. Er denkt, dass ein Erhalt nur schwer möglich ist, denn Schätzungen zufolge müsse ein siebenstelliger Betrag investiert werden.

Bednorz hat dennoch angekündigt, am Montag noch einmal alle Interessenten anzuschreiben, die die "Büchner" als Denkmal erhalten wollen. Sie haben Vorkaufsrecht. Über die Anzahl der Interessenten machte der Denkmalschützer keine Angaben. "Entscheidend ist am Ende, wie viele wirklich nach Rostock kommen und sich vor Ort ein Bild von der ,Büchner’ verschaffen", so der Denkmalpfleger. Die belgischen Interessenten seien aber noch im Gespräch.

Während sich die Verkaufsverhandlungen hinziehen, fordert der Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock nun, das Schiff in der Zwischenzeit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Es handelt sich schließlich noch um ein Denkmal, also ein öffentliches Gut", sagt der stellvertretende Vereinsvorsitzende, Steffen Wiechmann.

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