Warnemünde : Drogenparty am Strand

Bei der Übung schlüpfen Statisten in die Rolle von Verletzten, um realistische Bedingungen zu schaffen.
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Bei der Übung schlüpfen Statisten in die Rolle von Verletzten, um realistische Bedingungen zu schaffen.

Feuerwehr und Wasserwacht proben den Ernstfall

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23. August 2016, 21:00 Uhr

Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren Heide und Graal-Müritz, der Wasserwacht und Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sowie der Ambulanz Millich ist am Wochenende bei einer inszenierten Drogenparty in Rosenort eingeschritten. Mindestens zehn Personen zeigten Vergiftungserscheinungen und liefen beim Eintreffen der Retter am Strand Rosenort stark berauscht und desorientiert herum. Teilweise sprangen sie auch ins Wasser. Es gab bewusstlose Personen und ein Mensch musste wiederbelebt werden. Außerdem trieb eine Luftmatratze auf dem Wasser – für die Retter war unklar, ob jemand vermisst wird.

Was hochdramatisch klingt, ist es zum Glück nicht. „Es ist nur das ausgeklügelte Szenario der Einsatzübung unter dem Namen Rausch am Meer 2016“, erklärt Robert Berfelde, Wehrführer der Freiwilligen Wehr Rostock Heide. Er hat das Konzept mit Manuel Brumme, Koordinator von Wasserwacht des DRK und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Graal-Müritz erarbeitet. An der Übung nahmen 50 Mitglieder der Einrichtungen sowie zehn Erwachsene und Kinder teil, die sich als Verletzte und Feiernde des fiktiven Partyszenarios zur Verfügung gestellt haben.

So große Übungen haben die Wehren, Wasserretter und die Ambulanz Millich, die auch ein Zelt zur Versorgung der Verletzten aufgebaut hatte, noch nicht so häufig gemacht. „Die letzte größere Übung mit vielen Beteiligten lag bereits vier Jahre zurück“, bilanziert Berfelde. Dazwischen gab es eher kleinere Übungen, die jeder für sich oder teilweise gemeinsam, aber nicht in dem aufwändigen Stil durchgeführt wurden. „Es ist wichtig, bei einer Großübung einen Ernstfall zu proben“, sagt Berfelde. Als Platz haben die Markgrafenheider Rosenort gewählt, damit es auch zwischen der Stadt und dem Landkreis übergreifend ist.

„Im Anschluss werten wir dann die Übung aus, dann sehen wir, wo es noch Fehler gegeben hat, was besser gemacht werden muss und was bereits gut geklappt hat“, sagt Berfelde. Anfangs macht das jeder für sich, dann gibt es noch eine größere Runde mit vielen Beteiligten.

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