Projekt : DRK plant neue Rostock-Zentrale

Das Zentrum soll im Idealfall bis Frühjahr 2016 bezugsfertig sein. Grafik: Bastmann + Zavracky
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Das Zentrum soll im Idealfall bis Frühjahr 2016 bezugsfertig sein. Grafik: Bastmann + Zavracky

In Lütten Klein soll bis Frühjahr 2016 ein Gebäude für gleich sieben Abteilungen der Hilfsorganisation entstehen.

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12. November 2014, 10:00 Uhr

Das Grundstück ist gekauft, der Bauantrag gestellt: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant in Lütten Klein seine neue Rostock-Zentrale. Dazu hat es Mitte vergangenen Jahres 7800 Quadratmeter in der Trelleborger Straße 11 erworben. „Stand jetzt ist die Fertigstellung im Frühjahr 2016 realistisch“, sagt Jürgen Richter, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands.

Das neue Zentrum soll gleich sieben DRK-Einrichtungen eine neue Heimat bieten. „Von Anfang an gesetzt war die Rettungswache“, sagt Richter. Die zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Fahrzeug und ein Reserve-Rettungswagen befinden sich derzeit noch in der St.-Petersburger Straße, sind dort aber nur eingemietet. Allein für sie stehen künftig 450 Quadratmeter zur Verfügung. Darüber hinaus wird auch der Fahrdienst in dem Zentrum angesiedelt. Er soll aus der Augustenstraße umziehen.

Am neuen Standort werden zudem ehrenamtliche Institutionen wie Wasserwacht und Jugendrotkreuz, der Ortsverein Nordwest, die Geschäftsstelle und die Abteilung Weiterbildung vereint. „Auf diese Weise können wir wichtige Synergien unter einem Dach bündeln“, sagt Richter. Ebenfalls vertreten ist das Kompetenzzentrum Ehrenamt mit Ehrenamts- und Schulkoordination sowie Erste Hilfe-Ausbildung. Mit dem Neubau werden Richter zufolge fünf Aus- und Weiterbildungskurse mit jeweils bis zu 60 Teilnehmern gleichzeitig möglich. Insgesamt finden rund 160 ehrenamtlich Tätige und 140 hauptamtliche Mitarbeiter im Nordwesten eine neue Wirkungsstätte.

Durch die Zusammenführung der Einrichtungen an einem Standort will das DRK auch Miete sparen. Nach aktuellem Planungsstand bietet das viergeschossige Haus 4500 Quadratmeter Nutzfläche. „Es war ein Glücksfall, dass wir das Grundstück bekommen haben“, sagt Richter. Durch die Lage im Gewerbegebiet würden verschärfte Auflagen zur Lärmminderung vermieden, wie sie in Wohn- und Mischgebieten üblich sind. Ein weiterer Vorteil des Standorts: Die Hilfsfristen für die Rettungseinsätze werden nicht verletzt. „Wir müssen die vorgeschriebenen zehn Minuten einhalten“, sagt Richter. Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Stadtautobahn seien ebenfalls perfekt, auch für die Mitarbeiter und eventuelle Besucher.

„Mit dem Zentrum schaffen wir für alle im DRK ehrenamtlich Tätigen sowie die Rostocker Einwohner eine zentrale Anlaufstelle, um sie mit unseren Angeboten weiterhin in vielen Lebenslagen bürgernah zu unterstützen“, sagt Richter. Er ist seinen Posten als Geschäftsführer des DRK im Januar 2013 angetreten. Den Plan für das neue Zentrum gab es allerdings schon Jahre vorher: „So ein Projekt macht man maximal alle 50 Jahre“, sagt Richter.

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