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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 19:07 Uhr

Dreikampf-Spektakel bei Kaiserwetter

vom

svz.de von
erstellt am 19.Aug.2012 | 07:18 Uhr

warnemünde | Kaiserwetter zum Jubiläum, Tausende vor allem an den Schwimm- und Laufstrecken, Anfeuerungs- und lustige Zwischenrufe sowie ein neuer Teilnehmerrekord beim 30. Rostocker Triathlon: 233 Starter auf der olympischen Distanz, 121 Sprinter und 28 Staffeln - der Wechselgarten platzte aus allen Nähten. Spätestens am Sonnabend kurz vor 19.45 Uhr nach dem letzten Zieleinlauf konnten die beiden Hauptorganisatoren, Katrin Steinhagen und Thomas Winkelmann, sagen: "Alles geschafft. Danke an die vielen fleißigen Helfer sowie ehemaligen Sieger des ,Rostockers’, die noch einmal Neoprenanzug, Rad- oder Laufschuhe anzogen."

80 Melonen, sieben Kisten Bananen, 20 Kilo Süßigkeiten

Das Wasser im Alten Strom kochte richtig über, als die Rostocker Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens den Startschuss gab. Die "Meute" war ja kaum zu bremsen. Hinweise, sich nicht über die von der Wasserwacht gezogene "gedachte" Startlinie zu begeben, wurden kaum beachtet. Zumindest hier war Schummeln angesagt, wühlten die Pro-tagonisten so richtig das 19 Grad warme Wasser auf. "Ein einmaliges Schauspiel", sagte Claudia Scherpel, Urlauberin aus Köln, beim Betrachten und ergänzte: "Da gehört schon einiges dazu, sich anschließend bei 30 Grad auf die weiteren Strecken zu begeben."

Da hatte die Dame zweifelsfrei Recht. Standort- und Unterwegsversorgung waren verstärkt gefragt. Kati Weu und ihr Team hatten an alles gedacht. Sie zählt auf: "500 Liter Wasser, 200 Cola, 200 Kilogramm Äpfel, 80 Melonen, sieben Kisten Bananen, 500 Brote, jede Menge Kuchen und sogar 20 Kilogramm Süßigkeiten - keiner sollte verdursten oder hungern." Und wer noch nach anderen Dingen lechzte, ging an den Stand von Erdinger Alkoholfrei. So auch Matthias Kindel von TuS Neukölln Berlin als Sieger des Sprintwettbewerbes nach 59:28 Minuten. Er war mit dem ganzen Ambiente, der nie nachlassenden Anfeuerung zufrieden, gab allerdings zu bedenken: "Die Radstrecke unabgesperrt - das ist einfach lebensgefährlich. Selbst beim Laufen musste ich zweimal zu Boden. Ein Radfahrer und eine Dame mit vielen Einkaufstüten hatten es ,auf mich abgesehen’."

Bei den "Olympischen" legte Bengt Behrens vom TC FIKO in 1:59:24 h einen Start-Ziel-Sieg hin, konnte stets von vorn das Tempo bestimmen. Nicht so die Siegerin auf der kürzeren Distanz, Antonia Kraus aus Berlin (1:11:45). Ihre Empfehlung: "Die Sprinter sollten den Wettkampf beginnen."

"Vielleicht gibt es ja 2013 eine gesperrte Radstrecke, wie zu vernehmen war", hofft "Olympia"-Siegerin Bettina Goll (2:15:08) aus Cottbus. Sie zollte nicht zuletzt den "Ehemaligen" - der Staffel Annette Rösler, Susanne Schweder und Karin Wassermann - für das Comeback aus Anlass des 30. Geburtstages der Veranstaltung Anerkennung. Diesen Wettbewerb gewann das Bike-Market-Team.

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