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Hansa-Trainer Peter Vollmann trauert den vergebenen Chancen nach : Drei Punkte schon im Straßengraben

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Zweimal geführt - zweimal nicht gewonnen. Der FC Hansa wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Allerdings bewiesen die Rostocker nach dem 1:2 gegen Paderborn in Dresden aufsteigende Form.

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erstellt am 25.Jul.2011 | 06:36 Uhr

Rostock | Zweimal geführt - zweimal nicht gewonnen. Neuling FC Hansa Rostock wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Allerdings bewiesen die Ostseestädter nach dem enttäuschenden 1:2 zum Auftakt gegen den SC Paderborn beim 1:1 in Dresden aufsteigende Form. "Fast 60 Minuten lang haben wir ein gutes Spiel gemacht, hatten ordentliche Ballbesitz-Zeiten und kamen zu Chancen", sagte FCH-Trainer Peter Vollmann.

Der Coach sprach angesichts des ersten Zählers von einem "guten Gefühl", war aber dennoch nicht zufrieden. "Wir haben jetzt schon drei Punkte im Straßengraben liegen gelassen. Ich denke, dass sowohl gegen Paderborn als auch in Dresden mehr möglich gewesen wäre. Ich hoffe, dass wir unsere Lehren und die richtigen Schlüsse aus diesen Partien ziehen", so der 53-Jährige.

Auffällig ist, dass den Ostseestädtern in beiden Begegnungen die 1:0-Führung gelang. Doch für einen Dreier reichte es jeweils nicht. "Das ist ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwartet. Jedes Spiel in der 2. Liga steht auf Messers Schneide. Aber vor allem sind es die kapitalen Fehler, die die Duelle entscheiden. Und davon machen wir einfach noch zu viele", erklärte der Fußball-Lehrer.

Und nicht nur das. Bei den jeweiligen Ausgleichstoren halfen die Norddeutschen bislang fleißig mit. Gegen Paderborn war es Kapitän Sebastian Pelzer, der bei einem Brückner-Schuss retten wollte und den Ball ins eigene Tor bugsierte. In Dresden schoss Michael Wiemann, als er einen Treffer verhindern wollte, seinen Keeper Kevin Müller an. Von dem prallte das Leder ins Tor. "Es stimmt schon, dass es beide Male ziemlich dumme Gegentreffer waren. Solche haben wir in der vergangenen Saison nicht bekommen", sagte Wiemann, der am Ende froh war, dass es beim 1:1 blieb. "In den letzten zehn Minuten ging es heiß her. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und beide Mannschaften verloren ein bisschen die Ordnung. Da war ich schon erleichtert als der Schlusspfiff ertönte", verriet der Verteidiger, der nach der vergebenen Kopfballchance durch Dresdens Romain Brégerie in der dritten Minute der Nachspielzeit kräftig durchatmete: "Das war nochmal verdammt knapp."

Als richtige Maßnahme entpuppte sich im Nachhinein die Umstellung von einem auf zwei Abräumer im Mittelfeld. Das Duo Robert Müller/Kevin Pannewitz machte seine Sache gut. In der Defensive zeigte sich Hansa verbessert. Allerdings hielt Letzterer kräftemäßig nicht bis zum Ende durch, musste in der Schlussviertelstunde ausgetauscht werden und erhielt dafür einen Rüffel. "Es kann mal vorkommen, dass man wegen der Leistung wechseln muss, aber nicht, weil jemand für 90 Minuten keine Luft hat", so Vollmann, der den "Zwangstausch" für Dynamos Ausgleichstreffer mitverantwortlich machte: "Wir haben momentan einfach keinen adäquaten Ersatz auf der ,Sechserposition. Und nach dem Wechsel (Mohammed Lartey kam für Pannewitz - d. Red.) gerieten wir sofort unter Druck. Das ist jetzt kein Vorwurf an ,Mo. Er ist eben ein ganz anderer Spielertyp. Ich glaube aber, wenn wir nicht hätten wechseln müssen, wäre es uns gelungen, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen."

Hansa intern

  • Pferdekuss: Lucas Albrecht fehlt derzeit wegen eines Pferdekusses, den sich der Angreifer im Abschlusstraining vor der Partie in Dresden (1:1) zugezogen hat.

  • Abbruch: Ersatzkeeper Jörg Hahnel brach die gestrige Einheit nach einem Schlag aufs Knie ab und fuhr zu Mannschaftsarzt Dr. Frank Bartel, um sich untersuchen zu lassen. Heute ist trainingsfrei

  • Suche: Nach dem Weggang von Scout Thomas Finck (Co-Trainer beim saudi-arabischen Club Al Hilal) ist vor allem Manager Stefan Beinlich auf der Suche nach Ersatz. „Für einen Verein ist es eine wichtige Position. Daher lassen wir uns Zeit. Für die Spielbeobachtungen haben wir noch genügend Leute“, so Trainer Vollmann.

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