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Schwerster Badeunfall seit langem : Drama in Neptunhalle

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Keine Atmung, kein Puls - regungslos liegt ein Mann Sonnabend am Beckenboden der Neptunhalle. Im dritten Reanimationsversuch gelang die Rettung. Die Hansestadt Rostock äußert sich heute zu Ablauf und Ausmaß des Unglücks.

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2015 | 14:27 Uhr

Nach dem schweren Badeunfall vom Sonnabend in der Rostocker Neptunschwimmhalle hat sich nun die Hansestadt Rostock zum Ablauf und Ausmaß des Unglücks geäußert.

Der schwerwiegende Badeunfall ereignete sich gegen 17.35 Uhr im Rahmen dieses öffentlichen Schwimmens in der 25-Meter-Halle. Um 17.38 Uhr wurde der anwesende Schwimmmeister auf dringende Hilferufe aus dem Sprungbecken aufmerksam und erkannte eine offensichtlich im Wasser versunkene Person. Er startete umgehend die Rettung, indem er den Verunglückten aus dem Wasser barg. Ein weiterer Badegast half ihm dabei - gemeinsam hoben die Männer die Person auf den angrenzenden Hallenboden. Puls, Atmung und Vitalfunktionen des Verunfallten waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden.

Nur zwei Minuten später hatte die zweite Schwimmmeisterin einen Erste-Hilfe-Koffer und einen Defibrillator zur Unglücksstelle gebracht. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Schwimmmeister bereits den automatischen Notruf „Bewusstlose Person ohne Vitalfunktionen" abgesetzt. Die Reanimation durch den Schwimmmeister war nach dem dritten Durchgang erfolgreich. Der Mann begann selbstständig zu atmen und der Puls war wieder vorhanden. Die Person wurde in die stabile Seitenlage gebracht. Gegen 17.50 Uhr traf die Notärztin ein und übernahm die weitere Versorgung.

Für das öffentliche Schwimmen waren an diesem Tag das 25-Meter-Becken, das Sprungbecken und das Lehrschwimmbecken für die allgemeine Nutzung geöffnet. Die 25-Meter-Halle und das Sprungbecken sind erfahrenen Schwimmern vorbehalten. Das Lehrschwimmbecken lässt auch die Nutzung durch Nichtschwimmer und angehende Schwimmer zu. Entsprechend der Dienstanweisung wurden das 25-Meter-Becken und das Sprungbecken, beide befinden sich in einer gemeinsamen Halle, von den vorgeschriebenen zwei erfahrenen Schwimmmeistern überwacht und das Lehrschwimmbecken durch einen geschulten Rettungsschwimmer besetzt.

Ein vergleichbarer schwerer Badeunfall liegt 15 Jahre zurück. Auch seinerzeit konnte der betroffenen Person das Leben gerettet werden.

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