Sommerausstellung : Doppel-Schau widmet sich Maler Bartels

Haben bei der Bartels-Ausstellung kooperiert: Heiko Brunner und Dr. Susanne Knuth.
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Haben bei der Bartels-Ausstellung kooperiert: Heiko Brunner und Dr. Susanne Knuth.

Kulturhistorisches Museum kooperiert mit Schwaan

svz.de von
21. Juni 2016, 08:00 Uhr

Für die kommende Sommerausstellung haben sich die Verantwortlichen vom Kulturhistorischen Museum der Hansestadt etwas ganz Besonderes ausgedacht – eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Schwaan.

Schließlich war auch der Künstler, um den es geht, in beiden Orten kreativ wirksam: Der Maler Rudolf Bartels, der zu den größten Künstlern Mecklenburgs des 20. Jahrhunderts zählt, wurde 1872 in Schwaan geboren und entwickelte in der Künstlerkolonie seinen Stil mit flächigem Pinselduktus und kraftvollen Farben. „Deshalb widmen wir unseren Ausstellungsteil auch Bartels frühem Schaffen“, sagt Heiko Brunner. Der Leiter des Schwaaner Museums empfiehlt allen Interessenten, sich unbedingt beide Schauen anzusehen. „Dann bekommt Bartels hoffentlich den Stellenwert und die Aufmerksamkeit, die er verdient“, so Brunner. Nach der letzten Bartels-Ausstellung im Land – 1995 in Schwerin – würden in Rostock und Schwaan nicht nur neue Werke gezeigt, sondern damit auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse überliefert.

Für die Konzeption der Ausstellung hat Brunner intensiv mit Dr. Susanne Knuth zusammengearbeitet. „Wir zeigen viele Serien von Bartels mit wiederkehrenden Motiven, zum Beispiel die Laternenkinder, aber auch Rostocker und Schwaaner Ansichten“, sagt die stellvertretende Leiterin des Rostocker Museums, das die späten Werke des Malers ausstellt, der ab 1917 in der Hansestadt weilte.

Weitere Besonderheiten wären zum Beispiel ein Bild, das bisher in Privatbesitz war und zu dem es einen Briefwechsel des Malers gibt sowie eine Zeichnung aus der Zeit, als Bartels sich zum Dekorationsmaler ausbilden ließ. Die Doppel-Ausstellung ist „Rudolf Bartels – einfach und nur schön“ betitelt. „Das kommt daher, dass er einfache Motive malte. Und die aber selbst in Zeiten des Krieges nur schön“, so Dr. Susanne Knuth. Sie hofft, dass sich möglichst viele Interessenten ein umfassendes Bild über den Künstler machen und beide Museen besuchen. Schließlich ist Schwaan mit der S-Bahn von Rostock schneller zu erreichen als das Ostseebad Warnemünde.

Eröffnung: in Rostock am 23. Juni um 18 Uhr, in Schwaan am 25. Juni um 15 Uhr. In Rostock läuft die Ausstellung bis zum 2. Oktober, in Schwaan bis zum 25. September

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