Warnemünde : Doch ein Mini-Weihnachtsmarkt?

Diese Szene wird es wohl in diesem Jahr nicht geben: Kutscher Maik Tegtmeier chauffiert Weihnachtsmann Gerd Kühne.
Diese Szene wird es wohl in diesem Jahr nicht geben: Kutscher Maik Tegtmeier chauffiert Weihnachtsmann Gerd Kühne.

Handels- und Gewerbeverein prüft ein Trostpflaster-Angebot mit Glühwein- und Mutzen-Verkauf

svz.de von
18. November 2014, 10:00 Uhr

In diesem Jahr müssen Warnemünder und Urlauber ohne heimelige Weihnachtsstimmung auskommen. Durch die Bauarbeiten am Kirchenplatz fällt der Weihnachtsmarkt aus. Auch eine Tanne vor der Kirche gibt es voraussichtlich nicht. Und ein Alternativplatz in der Kirchenstraße hat sich zerschlagen. „Wir waren nicht einmal zur Beratung eingeladen“, kritisiert Jörg Drenkhahn vom Handels- und Gewerbeverein (HGV). Daher will Bausenator Holger Matthäus (Grüne) noch einen Blick in die Akten werfen, was schiefgelaufen ist, weiß Drenkhahn.

Leider ebenfalls nicht zu realisieren ist der Vorschlag von Weihnachtsmann Gerd Kühne. Er hat wegen der Bauarbeiten am Kirchenplatz dafür plädiert, den Markt alternativ in den Kurhausgarten zu verlegen. „Die Bühne wäre toll für ein Programm, die Anlage an sich ist sehr romantisch“, sagt der Warnemünder. Es kursieren Gerüchte im Ostseebad, dass diese Idee am Geld gescheitert sein soll. Das weist René Klinkhardt, Prokurist der zuständigen Eigentümergesellschaft Proges Zwei GmbH, zurück. „An uns ist niemand mit so einer Anfrage herangetreten“, sagt er. „Wir sind für solche Idee grundsätzlich offen, da es aber ein besonderer Garten ist, muss so etwas im Einzelfall genau geprüft werden.“ Thematisch wäre das komplettes Neuland für die Betreibergesellschaft. Doch in der Kürze der Zeit sei die Organisation nicht mehr möglich. Von den Problemen um den ins Wasser gefallenen Weihnachtsmarkt am Kirchenplatz hat Klinkhardt sogar in Berlin gehört.

Dietmar Vogel vom Vorstand des HGV bedauert ebenfalls, dass es in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt gibt und alle Ideen geplatzt sind. Gemeinsam mit zuständigen Ämtern will er prüfen, ob es zu zwei Terminen eine Art Trostpflaster-Angebot mit Glühwein und Mutzen geben kann. „Aber das ist offen, die Gespräche laufen“, schränkt Vogel ein. Auf alle Fälle betont er, dass bei künftigen Weihnachtsmärkten die Warnemünder und Geschäftsleute bei der Vorbereitung stärker gefragt seien. „Es gibt zu wenig helfende Hände“, sagt Vogel. Er hofft, dass der Wegfall des Marktes am Kirchenplatz zum Besinnen auf andere Art beiträgt.

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