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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 19:49 Uhr

Rostock-Reutershagen : Diskussion um Uecker-Bau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sorgen des Ortsbeirates gemildert. Ämter präferieren Wettbewerb

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Absolution für den Uecker-Kasten? Der Ortsbeirat Reutershagen hatte sich sehr kritisch zum geplanten Neubau im Schwanenteich-Park geäußert. „Wir sind der Meinung, dass die Einrichtung des Uecker-Kastens auf diesem Areal nicht mit unserem Anliegen vereinbar ist“, so Vorsitzender Peter Jänicke (Linke). Die Mitglieder hatten einen Antrag an den Oberbürgermeister gestellt, „die Planungen für einen ,Uecker-Kasten’ auf den Flächen des Schwanenteich-Parks zu unterbinden“. Der Park sei intakt, hatte Jänicke argumentiert, warum das durchbrechen? Jetzt entspannt sich die Situation.

„Wir haben noch keinen Standort festgelegt“, versichert Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Es gebe bisher zwar einen Entwurf und einen vom Architekten präferierten Standort – doch der würde nicht unbedingt geteilt. Die unmittelbare Nähe zur Kunsthalle und dem Schaudepot sollte zwar gegeben sein – aber verträglich, so Selling im Kulturausschuss. Wie das genau aussehen soll, daran sind mehrere Ämter beteiligt. Laut Stadtplanungsamt gibt es auch noch kein Baurecht. Es müsste zunächst außerordentliches Interesse angezeigt und ein B-Plan aufgestellt werden. Auch ist der Schwanenteich-Park denkmalgeschützt – und wird unter dieser Prämisse behandelt. „Ein Park hat unterschiedliche Zonen“, so Grünamtsleiterin Ute Fischer-Gäde. Sie denkt, dass es möglich ist, die gewünschte Ruhezone Schwanenteich-Park und den Standort für die Uecker-Werke zu vereinen. Wichtig aus ihrer Sicht: „Es braucht das freie Denken der Fachplaner.“ Jeder Einzelne hätte den Blick seiner Profession – Amtsvertreter wie Ortsbeirat.

„Es hatte den Anschein, als wenn die Gesänge schon gesungen worden sind“, sagt Jänicke. Mit den Untersuchungen und Berücksichtigungen, die die Ämter ins Feld führten, „sind wir selbstverständlich einverstanden“, so der Vorsitzende. Der Kulturausschuss beantragte – unter Berücksichtigung der Belange des Beirates: „die Planungen für einen ,Uecker-Kasten’ im Schwanenteich-Park fortzuführen, indem unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Planungs- und Gestaltungsbeirates und unter Einbeziehung des Pro Kunsthalle e.V. eine Standortanalyse initiiert wird, die sowohl den frei- und grünräumlichen Belangen als auch denkmalpflegerischen und kulturpolitischen Anliegen Rechnung trägt“.

Der Gestaltungsbeirat hatte im Juli einen Wettbewerb – vielleicht mit Uecker selbst in der Jury – vorgeschlagen. Der brauche zwar Zeit, aber könne parallel zum B-Plan-Verfahren ablaufen. Heute hat die Bürgerschaft die Anträge von Beirat und Ausschuss auf der Agenda.

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