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20. Oktober 2017 | 18:23 Uhr

Diese Schule sorgt für Energie

vom

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2012 | 08:34 Uhr

Reutershagen | Für 119 Schüler ist der Alltag jetzt besonders energiegeladen - sie gehen auf die Grundschule Reutershagen, die gestern offiziell als Plus-Energie-Schule übergeben wurde. Das Gebäude wurde aufwändig saniert und mit nachhaltigen Systemen ausgestattet. Durch die autarke Funktionsweise entsteht mehr Energie, als zum Betrieb der Bildungsstätte erforderlich ist. Mit diesem Modell ist Rostock Vorreiter in ganz Norddeutschland. Geplant wurde das mit Preisen ausgezeichnete Projekt vom Institut für Gebäude-, Energie- und Licht-Planung aus Wismar. Die Verantwortlichen begleiten es auch über den Bau hinaus.

Die ersten Skizzen liegen sechs Jahre zurück, im August 2010 war Baubeginn. Nachdem sich die Fertigstellung in den vergangenen Monaten immer wieder verzögert hatte, konnten Schüler, Lehrer und Mitarbeiter vor zwei Wochen endgültig einziehen. "Für Rostock ist es eine enorme Chance, dass das Projekt hier stattfindet", sagt der leitende Architekt Martin Wollensak. Die Rostocker Schule hat für ihn besonderen Vorbildcharakter: "Wenn man einmal modellhaft zeigen kann, dass solch ein Projekt funktioniert, dann wiederholt es sich auch."

Die Energie erzeugenden Mechanismen sind direkt in die Gestaltung der Schule integriert. So sind die meisten Lüftungsgeräte nicht verkleidet, sondern ragen oben an den Wänden hervor. Das diene vor allem dazu, die Schüler auf die Hintergründe des Projektes aufmerksam zu machen, so Wollensak. Das Konzept geht auf, wie Schulleiterin Birgit Wegehaupt bestätigt. "In den ersten Tagen haben die Schüler immer auf die Luftanlage gezeigt und danach gefragt", erzählt sie. Auch im Unterricht sollen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in Zukunft noch intensiver behandelt werden. "Wir haben den Sachverhalt hautnah um uns herum. Das können wir für die Kompetenzausbildung der Kinder sehr gut nutzen", so Wegehaupt.

Die Grundschule ist nur ein Teil des Projektes. Ende 2014 soll mit dem Gymnasium Reutershagen der gesamte Gebäudekomplex fertiggestellt werden. Die Kosten für das gesamte Vorhaben belaufen sich auf 10,6 Millionen Euro. Der Anteil für die Grundschule liegt bei 3,1 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu großen Teilen über Fördergelder des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie und das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern. 2,7 Millionen Euro hat die Hansestadt Rostock selbst beigesteuert.

Bei der Sanierung der Schule wurde nicht nur auf maximale Energiegewinnung geachtet, sondern auch auf ökologische Nachhaltigkeit. Das dominierende Material ist Holz. "So ist es nicht nur ein energiesparendes, sondern auch ein umweltbewusstes Gebäude", sagt Wol lensak.

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