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Großzügige Spende : Diese beiden haben ein Herz für die Zoo-Tiere

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker sammeln Nüsse für die Futterküche. Affen begeistern Klaus Bars schon seit seiner Zeit auf der Werft.

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 19:42 Uhr

Fünf Körbe Haselnüsse und drei große Kartoffelsäcke mit Walnüssen haben Klaus Bars und sein guter Bekannter Gerhard Decker in den Zoo geschafft. Nicht das erste Mal für Klaus Bars. „Ich liebe die Zootiere“, sagt er, besonders die Affen. Und was die am liebsten essen, weiß er natürlich auch: Nüsse.

Seit Jahren fährt er deswegen mit dem Fahrrad durch ganz Rostock und sammelt die ein. „Ich hab’ da so meine Ecken“, sagt er. Eine dieser Ecken ist in der Gartenanlage Fährhufe in Gehlsdorf. Auf allen Vieren sammelte er dort gerade Walnüsse ein, als ihn jemand ansprach: Gerhard Decker, Besitzer des angrenzenden Gartens und des großen Walnussbaums. Dem erklärte Bars, dass er Tierfan sei und die Nüsse in die Futterküche des Zoos bringe. Damit fand er prompt einen Verbündeten.

Seitdem beackern beide den Garten rund um den Nussbaum. Sie wohnen tatsächlich auch nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt in Toitenwinkel. So zoofanatisch wie Bars ist Decker aber nicht. „Ich gehe so bis zu zwölf Mal im Jahr“, sagt der 77-jährige Bars. Die Zoo-Karte schenkt dem früheren Werftarbeiter jedes Jahr zu Weihnachten seine Tochter Franziska, die in Dresden wohnt. „Und jedes Jahr freue ich mich“, sagt er. Ab und an kommt seine Frau mit, oft geht er aber allein oder mit Bekannten.

Die Vorliebe für Affen stammt aus seiner Zeit bei der Werft. Er freundete sich mit einer russischen Crew an und passte für ein paar Tage auf deren Schiffsmaskottchen, einen Bonobo, auf. „Und meine Mutter tobte“, erinnert er sich lachend. Der Affe brachte einiges an Unordnung in die Wohnung. Im Zoo, da ist sich Bars sicher, sind die Tiere einfach besser aufgehoben. In den regelmäßigen Workshops, in denen aus Küchenrollen und anderen Alltagsgegenständen Spielzeug für die Affen gebastelt wird, ist auch Klaus Bars ein häufiger Gast. „Die Zoomitarbeiter haben dafür kaum Zeit“, sagt der Rentner. Für seine Lieblingstiere scheut er keine Mühen – vor allem nicht in der Vorweihnachtszeit.

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