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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. Oktober 2017 | 14:07 Uhr

Tatort Rostock : Dierkower Messerstecher gefasst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

52-Jähriger in Psychiatrie eingeliefert – hatte er einen Behinderten wegen Schulden lebensgefährlich verletzt?

Festnahme im mysteriösen Messerstecher-Fall Dierkow: Wegen des Verdachts des versuchten Totschlags sitzt ein 52-jähriger gebürtiger Parchimer jetzt in einer forensisch-psychiatrischen Klinik. Er soll am vergangenen Mittwoch einen 51-jährigen geistig behinderten Dierkower angegriffen und schwer verletzt haben. Zeugen für die Tat gab es keine, auch der Ort der Attacke war zunächst unbekannt. Das Opfer wurde stark aus einer Wunde am Hals blutend mitten auf der Straße gefunden.

Auch die Befragung durch die Polizei lieferte zunächst keine brauchbaren Hinweise auf den Täter. Offenbar hatte der Mann aus Angst vor seinem Peiniger zunächst falsche Angaben zum Tatort und dem Verdächtigen gemacht. Erst nach weiteren Ermittlungen kam heraus, dass das Opfer dem mutmaßlichen Täter, der ebenfalls in Dierkow wohnt, Geld geliehen hatte. Als er die Summe zurückfordern wollte und den 52-Jährigen dazu zu Hause besuchte, habe dieser ihn mit einem großen Messer attackiert, so die Aussage des Opfers. Die Klinge mit Wellenschliff drang durch die rechte Wange bis in den Hals. Nach der Attacke hatte sich das Opfer noch bis in seine Wohnung in der Lorenzstraße geschleppt. Da der Verletzte dort auch keine Hilfe fand, versuchte er noch, eine Verwandte in der Georg-Adolf-Demmler-Straße zu erreichen. Dort kam er aber nie an, stattdessen brach er unterwegs zusammen, wurde von Passanten entdeckt und schließlich mit lebensbedrohlichen Verletzungen in die Uni-Klinik gebracht.

Alle sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei nach dem mutmaßlichen Täter waren ergebnislos geblieben. Auch der Einsatz eines Fährtenhundes hatte nicht den gewünschten Erfolg gezeigt.

Der nun festgenommene Mann ist polizeibekannt. Er hat mehrere Vorstrafen wegen anderer Gewaltdelikte. Seine Unterbringung in der forensisch-psychiatrischen Klinik wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rostock vom Amtsgericht Rostock abgeordnet.



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