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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 16:15 Uhr

Die Wahl von A bis Z

vom

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erstellt am 24.Jan.2012 | 08:02 Uhr

Rostock | Gibt es einen Wechsel an der Spitze des Rathauses oder schafft der parteilose Oberbürgermeister Roland Methling eine zweite Amtszeit? In zehn Tagen stimmen die Rostocker über ihren zukünftigen Oberbürgermeister ab. Der Wahlkampf läuft schon auf Hochtouren. Zeit für einen Überblick mit unserem Wahl-Abc.

Amtszeit: Der Oberbürgermeister für die Hansestadt Rostock wird für eine Zeit von sieben Jahren gewählt.

Berechtigt zur Wahl sind Deutsche und Bürger der Europäischen Union ab dem 16. Lebensjahr, die ihren Hauptwohnsitz in Rostock haben. Das gilt, soweit keine Gründe zum Ausschluss vom Wahlrecht vorliegen.

Chef über 2313 Rathausmitarbeiter wird der neue Oberbürgermeister sein. 508 von ihnen sind Beamte. Eine der wichtigsten Aufgaben im Amt wird die Personalentwicklung sein. Denn in Rostocks Rathaus ist der Altersdurchschnitt sehr hoch. Außerdem verlangt der Landesrechnungshof seit Jahren einen weiteren Stellenabbau.

Direktwahl: Sie gibt es für Landräte, Bürgermeister und Oberbürgermeister in Mecklenburg-Vorpommern seit 1999. Den Wahltermin bestimmt die Gemeindevertretung, in der Hansestadt Rostock hat das die Bürgerschaft in der Hand.

Erstwähler: Zum ersten Mal können 13 934 Wahlberechtigte an der Oberbürgermeisterwahl teilnehmen.

Freie Wählerbündnisse sind Vereinigungen, die zu Wahlen einen Kandidaten stellen, ohne den Status einer Partei zu haben. Meistens sind sie als Verein organisiert.

Gesetzesgrundlage für die Wahl bilden das Landes- und Kommunalwahlgesetz Mecklenburg-Vorpommern und die Landes- und Kommunalwahlordnung Mecklenburg-Vorpommern.

Helfer werden für Lokale gebraucht - insgesamt 1400. Als Wahlhelfer kann sich jeder Wahlberechtigte melden. Ausgeschlossen sind Wahlbewerber oder deren Vertrauenspersonen.

Internet: Fast alle Kandidaten nutzen das Netz für ihren Wahlkampf. Eigene Homepages haben Roland Methling, Karina Jens, Dr. Ait Stapelfeld, Kerstin Liebich, Christian Blauel und Dr. Sybille Bachmann. Die sechs Kandidaten sind auch auf Facebook präsent. Methling setzt obendrein auf Kurzbotschaften über Twitter. Der Einzige ohne eigene Präsenz im Internet ist der Einzelbewerber Toralf Vetter.

Jüngste Kandidatin ist Kerstin Liebich (40), die für die Linke antritt. Der älteste Bewerber ist der parteilose Amtsinhaber Roland Methling (57). Höchstalter für Bewerber ist 60. Eine Ausnahme gilt für den Amtsinhaber: Er darf bis zu 64 Jahre alt sein, wenn er sich erneut bewirbt.

Kandidaten sind Roland Methling (parteilos, unterstützt vom Wählerbündnis Für Rostock), Dr. Ait Stapelfeld (SPD), Kerstin Liebich (Linke), Karina Jens (CDU), Christian Blauel (Grüne), Dr. Sybille Bachmann (parteilos, unterstützt vom freien Wählerbündnis Rostocker Bund) und Toralf Vetter (parteiloser Einzelbewerber).

Lokale gibt es 171 - für jeden allgemeinen Wahlbezirk eines. Darüber hinaus gibt es 19 Briefwahllokale.

Mehr als die Hälfte aller Stimmen muss ein Kandidat auf sich vereinen, um bei der Hauptwahl am 5. Februar zu gewinnen. Gelingt das keinem der sieben Kandidaten, kommt es zwei Wochen später zu einer Stichwahl.

NNN berichten - wie schon im Vorfeld der Wahl - ausführlich über den Wahlabend und eine mögliche Stichwahl.

Öffnungszeiten der Wahllokale sind jeweils von 8 bis 18 Uhr. Die Briefwahlräume sind ab 15 Uhr besetzt.

Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerber dürfen Wahlvorschläge einreichen.

Quote: Sie gibt es auch, wenn nur ein Kandidat zur Verfügung stehen würde. Er ist gewählt, wenn die Stimmen für ihn mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten umfassen. Erhält kein Bewerber diese Mehrheit, wählt die Bürgerschaft den Oberbürgermeister.

Rathaus: Hier ist das Büro des neuen Oberbürgermeisters.

Stichwahl: Sie wird anberaumt, wenn bei der Hauptwahl kein Kandidat mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Dann treten die beiden Wahlbewerber mit der höchsten Stimmenanzahl gegeneinander an. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Es wird vom Gemeindewahlleiter gezogen.

Termine: Für die Hauptwahl hat die Bürgerschaft den 5. Februar 2012 festgelegt. Eine eventuelle Stichwahl gibt es am 19. Februar.

Ungültig ist eine Stimme, wenn der Stimmzettel falsch, nicht eindeutig, mit mehreren oder oder ganz ohne Kreuze abgegeben wird. Bei der Briefwahl ist die Stimme ungültig, wenn der Zettel nicht in einem Stimmzettelumschlag abgegeben wird.

Vorstand: Für jeden der 171 allgemeinen Wahlbezirke und 19 Briefwahlbezirke muss ein Wahlvorstand gebildet werden. Dazu gehören Wahlvorsteher, sein Stellvertreter sowie fünf bis sieben Beisitzer.

Wahlbenachrichtigung: Der letzte Tag für ihre Versendung war der 14. Januar. Am Tag der Wahl gibt der Vorstand sie nach der Prüfung zurück - damit die Wähler sie für eine Stichwahl aufheben können.

X Mit einem Kreuz gibt der Wähler auf dem Wahlzettel seine Stimme ab.

Yoga ist nach dem Wahlkampf-Stress eine Entspannungsmethode, auf die Karina Jens setzt. Ansonsten entspannen die Kandidaten beim Laufen (Kerstin Liebich und Roland Methling), Wandern (Dr. Sybille Bachmann), Radfahren und Wassersport (Dr. Ait Stapelfeld) oder Radfahren und Holzhacken (Christian Blauel).

Zählungen in den Wahllokalen beginnen nach 18 Uhr, wenn alle Wähler, die bis dahin ins Lokal gekommen sind, ihr Kreuzchen abgegeben haben.

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