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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 00:36 Uhr

Die stillen Helfer im Hintergrund

vom

svz.de von
erstellt am 13.Aug.2012 | 10:36 Uhr

Rostock | Ohne sie würde die Hanse Sail nicht funktionieren. Die zahlreichen Helfer des maritimen Großereignisses arbeiten stets im Hintergrund, sie verwalten und organisieren und stehen den Besuchern Rede und Antwort. Obwohl sie von dem diesjährigen Fest selbst nichts oder nur wenig mitbekamen, haben sie trotzdem jede Menge erlebt. Zum Dank für ihren Einsatz gibt es für die Helfer am 14. September eine Feier im LT-Club.


Wer mit dem Auto oder Lkw auf das Gelände der Hanse Sail wollte, musste an Caroline Geißler vorbei. In diesem Jahr stand sie bereits das 13. Mal am "Höllentor" - so nennen sie und die anderen Parkeinweiser den Bereich vor dem Hanse-Sail-Büro. Um auch in diesem Jahr wieder bei der Sail dabei sein zu können, nahm Geißler extra Urlaub. Denn eigentlich arbeitet sie als Sekretärin an der Uni Rostock. Nach all den Jahren hat sie die Arbeit an der Kaikante lieb gewonnen und auch das Team, mit dem sie zusammenarbeitet. Da verkraftet sie auch die blöden Sprüche, die sie zu hören bekam. "Jeder glaubt, dass er wichtig ist und überall hindarf", so Geißler. Doch darüber entschied am Ende allein sie.


Die Hanse Sail bedeutet für Monika Balthasar immer wieder besonders lange Arbeitszeiten. Zwischen 8 Uhr morgens und 2 Uhr nachts hielt sie in den vergangenen Tagen die Stellung an dem Toilettenhäuschen auf Höhe des Theaters im Stadthafen. Vor allem die Dauerbeschallung durch die Fahrgeschäfte gleich gegenüber machte der fleißigen Frau zu schaffen. "Es ist immer wieder die gleiche Musik", stöhnt Balthasar. Aber sie möchte nicht nörgeln: "Es sind ja nur vier Tage im Jahr, das ist schon auszuhalten." Auch wenn wieder einige Ferkel unter den Toiletten-Nutzern waren, die nach ein paar Bier frech wurden und manchmal auch Streit suchten, so gab es auch sehr nette Leute in der Toiletten-Schlange. Die gaben manchmal etwas mehr Trinkgeld oder haben ihr ein kleines Geschenk gemacht, wie zum Beispiel eine Flasche Wein. Für Balthasar ist das immer wieder ein Zeichen für die Dankbarkeit der Leute.


In den vergangenen vier Tagen hat Reiner Petrick das Büro kaum verlassen. Als Finanz-Beauftragter des Hanse Sail Vereins musste er täglich warten, bis die letzte Kasse eingeschlossen ist. Meist dauert das bis nach 0 Uhr. Stets musste er auf dem Laufenden sein, was die Einnahmen und Ausgaben angeht. Starke Nerven waren gefragt - für Petrick jedoch kein Problem. Der Rentner blickt auf zwölf Jahre Erfahrung zurück und vertrat in diesem Jahr lediglich eine Kollegin im Mutterschutz. Im kommenden Jahr möchte er wieder als normaler Besucher dabei sein.


An das Dauerklingeln ihres Telefons hat sich Wenke Sass gewöhnt. Während der Hanse Sail liefen viele Anrufe bei ihr auf - Nachfragen, Beschwerden und Hinweise. Zwischen 7.30 Uhr und 0 Uhr war die Auszubildende der Tourismuszentrale täglich im Einsatz und musste für jeden Anrufer ein offenes Ohr haben. Auch wenn der Stress nun weniger wird, so gibt es noch viel für Sass zu tun: "Jetzt beginnen die Nachbereitungen und die Auswertung."


Das Kisten-Geschleppe ist für Sandra Henske vorerst vorbei. Sie war in den vergangenen Tagen dafür zuständig, dass die Hanse-Sail-Stände stets gut bestückt waren, brachte Magazine und Textilien an die richtigen Orte. Eine große logistische Herausforderung war das angesichts des dichten Gedränges an der Kaikante. "Für diese Arbeit braucht man Nerven", sagt Henske. Heute fällt die große Anspannung von ihr ab. Doch bereits am Freitag ist sie wieder gefragt, denn dann steht ein Stadtfest in Riga auf ihrem Programm.

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