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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 12:39 Uhr

Die Ruinen-Villa soll bald einem Neubau weichen

vom

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2013 | 04:08 Uhr

Warnemünde | In das Vorhaben Ruinen-Villa Am Leuchtturm 5 kommt jetzt Bewegung. Ein Erhalt scheint ausgeschlossen, in der nächsten Woche soll daher der Rückbau vorbereitet werden. Diese Nachricht kursiert derzeit unter den Nachbarn der ehemaligen Villa.

Der Eigentümer der verfallenen Immobilie ist ein Bremer Kaufmann, der das Haus schon kurz nach der Wende erworben und dann nach und nach verfallen lassen hat. Seine Baugenehmigung war nur bis zum laufenden Monat gültig. Allerdings ist es nur ein formaler Akt, sie zu verlängern.

Der Entwurf des neuen Hauses stammt vom Architekten Enno Zeug, der seine Vision auf ein Transparent am Haus aufgebracht hat. Der Bauherr hat sich inzwischen für ein anderes Büro entschieden, der Ursprungsentwurf bleibt allerdings gültig. Danach sind im Untergeschoss Ladenfläche und darüber Wohnungen vorgesehen. Der Spruch "So könnte es hier bald aussehen" wirkt nicht mehr wie Ironie, sondern birgt Hoffnung.

"Es ist positiv zu bewerten, dass dieser Schandfleck an diesem Top-Standort endlich verschwindet", sagt Thomas Krause von der Wohn- und Gewerberaum-Verwaltung (WUG). Auch Nachbarin Karola Fromm-Nasreldin freut sich, dass es losgeht: "Das Haus bietet keinen schönen Anblick, wenn man von der Promenade kommt", sagt die Mitinhaberin von Amun - The Best of Orient". Lediglich einige ihrer Kunden bedauern, dass in diesem Sommer damit nicht mehr die Bänke zum Tee-Genießen draußen stehen. Auch Andreas Buhse, Chef vom Nachbarladen Coaast-Rockcafé, ist froh, dass dadurch das Umfeld eine Aufwertung erhält. "Auch wenn es nicht mehr erhalten werden kann, ein Neubau ist in jedem Fall besser als der derzeitige Anblick", sagt er. Buhse weiß auch, dass in dieser Villa Magnus Jantzen, der Sohn des Lotsenkapitäns Stephan Jantzen gelebt hat.

Auch die Männer vom Leuchtturm-Verein sind froh, dass dieser trostlose Anblick bald Vergangenheit sein soll. Denn aus der Vogelperspektive ist die verfallene Villa alles andere als ein Aushängeschild für das Seebad.

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