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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 02:50 Uhr

Die Rückkehr des Kapitäns

vom

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2010 | 08:54 Uhr

Rostock | Für Rostocks Kapitän Sebastian Pelzer wird es heute eine sehr emotionale Partie, wenn der Linksverteidiger in der 13. Runde der 3. Fußball-Liga mit dem FC Hansa bei seinem ehemaligen Verein Dynamo Dresden antritt. Von 2006 bis 2008 lief der 30-Jährige insgesamt 60 mal für die Schwarz-Gelben auf, war Spielführer und Publikumsliebling. Ob er jetzt aber mit Beifallsstürmen oder Pfiffen empfangen wird, juckt den Rostocker nicht. "Da rüber mache ich mir keine Gedanken. Wenn mich die Zuschauer auspfeifen, dann ist das so. Ich bin Profi und erfahren genug. Außerdem bin ich jetzt bei Hansa Rostock und will mit meinen Club erfolgreich sein, die drei Punkte holen", lautet die Kampfansage des Abwehrmannes.

Aufgrund seines Engagements in der sächsischen Metropole kennt er die Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion ganz genau, wenngleich er bislang nur in der alten Arena aufgelaufen ist. "Ich freue mich auf das Duell im neuen Stadion. Ich rechne mit einer sehr hitzigen Atmosphäre, die Luft wird brennen. Wir dürfen uns aber nicht von der Hektik drumherum anstecken lassen, sondern müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und das durchziehen, dann werden wir auch erfolgreich sein", so Pelzer, der aber auch weiß, dass das Publikum sehr schnell ungeduldig wird: "Die Fans sind positiv verrückt, doch auch sehr anspruchsvoll. Wenn es nicht läuft, wenden sie sich schnell gegen ihr Team und pfeifen es aus."

Die Rostocker reisen mit einer sehr jungen Truppe nach Dresden, allein vier Kicker aus der letztjährigen A-Junioren-Mannschaft, die die deutsche Meisterschaft gewann, sind dabei. Mit Keeper Kevin Müller und Mittelfeldmann Kevin Pannewitz stehen sogar zwei Spieler in der Start-Elf. Auch sonst sind neben Bankdrücker Enrico Neitzel (33) lediglich die Außenverteidiger Pelzer und Peter Schyrba gerade noch 30. "Daher haben wir in der Woche eine Menge gesprochen und sind gut vorbereitet", sagt Sebastian Pelzer.

Derweil steht der 19-jährige Torwart Kevin Müller nach seinem Debüt im Hansa-Tor beim 2:1-Heimsieg gegen Heidenheim heute in Dresden vor seiner bislang größten Bewährungsprobe. Ob er nervös ist? "Nein, das nicht. Dresden ist schon etwas Besonderes. Es ist, vielleicht neben Cottbus, das größte Ostduell, was es gibt. Ich glaube, nur 2000 Karten gingen nach Rostock, der Rest wird gegen uns sein. Das hat schon einen speziellen Reiz", antwortet der Teenie auf die Frage.

Dabei wird die Partie in der Elbestadt zum Generationenduell. Müllers Gegenüber Axel Keller ist schon 33. Doch der 19-Jährige bleibt ganz cool: "Jeder kann überragend halten und ein Spiel retten. Da ist es vollkommen egal, wie alt man ist. Sicherlich hat er ein bisschen mehr Erfahrung, aber die werde ich mir eben jetzt holen."

Müller kam ein bisschen plötzlich ins Rostocker Tor, da Stammkeeper Jörg Hahnel am Rücken verletzt ist und kommenden Mittwoch an der Bandscheibe operiert wird.

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